Jülich - Weg über Kirmesbrücke zum Brückenkopf-Park frei

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Weg über Kirmesbrücke zum Brückenkopf-Park frei

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
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Die Kirmesbrücke vom Rurdamm zum Brückenkopf-Park ist wieder freigegeben: Beigeordneter Martin Schulz (v.r.) und die Park-Geschäftsführer Dorothee Esser und Hajo Bülles heben die Sperrung auf. Foto: Uerlings

Jülich. Nach mehr als zwei Jahren ist der Weg wieder frei. Die Sanierung der Kirmesbrücke vom Rurdamm in den Brückenkopf-Park ist beendet. Die Arbeiten an dieser besonderen Flussüberquerung waren ein technisch schwieriges, teures und zeitintensives Unterfangen.

„Zwölf Brücken führen in Jülich über die Rur, sechs davon sind städtisch, und zwei haben eine Besonderheit: Es sind Spannbetonbrücken“, sagte Beigeordneter Martin Schulz gestern bei der offiziellen Freigabe an der Seite der Park-Geschäftsführer Dorothee Esser und Hajo Bülles. Die Kirmesbrücke ist eine davon.

Diese Konstruktionen waren in den 70er Jahren „in Mode“, um buchstäblich weite Distanzen zu überbrücken und gleichzeitig das Gewicht in Grenzen zu halten. Im Inneren des Bauwerks befinden sich 24 dicke Stahlseil-Bündel, die an den beiden Außenseiten gespannt werden. Genau an diesen Stellen war über Jahrzehnte Wasser (im Winter auch Salzwasser) in die sogenannten Spannköpfe gelangt und hatte für Korrosion gesorgt, erklärten Martin Schulz und Tiefbauamtsleiter Robert Helgers. Das Ausmaß des Schadens wurde erst sichtbar, als die Spannköpfe offen lagen.

Insofern wurde der ursprüngliche Grund der Brückensperrung – das nicht mehr verkehrssichere Geländer – im Laufe der Monate fast zur Nebensache. Der Aufwand sei auch eine Erklärung für die lange Sanierungsdauer. Martin Schulz: „Viele Arbeiten haben mehr Zeit beansprucht als vorher kalkuliert.“ Das Wetter habe nicht immer mitgespielt und manche Materiallieferung sich verzögert.

Immerhin: Der Kostenrahmen von etwa 300.000 Euro wurde unterschritten. Die Stadtverwaltung beziffert die Sanierungskosten auf 285.000 Euro. Schulz und Helgers dankten dem Planungsbüro Quadriga aus Würselen.

Der durch die Sperrung erforderliche Umweg in den Park ist mithin Vergangenheit. Das erfreut natürlich auch die Geschäftsführung. Dorothee Esser sagte gestern: „Wir finden es toll, dass so gründlich saniert wurde und wir die nächsten 40 Jahre wohl nichts mehr mit Schädigungen zu tun haben werden. Wir freuen uns auch für die Jülicher Gäste und Senioren, die diese Brücke gern und regelmäßig genutzt haben.“

Auch Hans-Josef Bülles ist erleichtert, weil der versperrte Zuweg über die Rur doch den ein oder anderen Stammgast davon abgehalten habe, eine Dauerkarte für den Brückenkopf-Park zu erwerben. „Ich hoffe, dass sich das jetzt wieder ändert.“

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