Wasserverband greift zum Spaten

Von: gep
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Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat am Hochwasserrückhaltebecken (HRB) Freialdenhoven Bäume gepflanzt. Die (Ersatz-) Pflanzen müssen bewässert und vor Wildverbiss geschützt werden. Foto: gep

Freialdenhoven. Der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) hat in der Gemeinde Aldenhoven zum Pflanzspaten gegriffen. Am Hochwasser-rückhaltebecken (HRB) Freialdenhoven nahe der rund 100 Meter hohen Halde der ehemaligen Zeche Emil-Mayrisch und am Freialdenhovener Fließ am Industriepark Emil-Mayrisch (IPEM) wurde aufgeforstet, berichtet WVER-Sprecher Marcus Seiler.

Erledigt wurde dies vom Verbandsbauhof in Linnich. Vor drei Jahren war das Fließ renaturiert worden, also von seiner Verrohrung befreit und um den Industriepark herum geführt worden. Zugleich wurde das Rückhaltebecken angelegt. Seinerzeit wurde ein so genannter Landschaftspflegerischer Begleitplan erstellt.

Nach drei Jahren wird jetzt mit Ersatzpflanzungen nachgebessert, um die Vegetation auf den damals gewünschten Stand zu bringen. Am Becken sind mit einer Stückzahl von jeweils zehn Stieleichen, Feldahorn, Hainbuche, Winterlinde, Rotbuche, Esche, wilder Apfel und Birne gepflanzt worden. Damit sollen die Schäden durch den „sehr starken Wildverbiss durch Rehe” ausgeglichen werden, die auf der Bergehalde ein Refugium gefunden haben. Geschätzter Bestand: 15 Tiere.

Fahrt mit Fass

Die Jungbäume sind mit einem Verbissschutz aus Draht ummantelt. Wegen der langwierigen Trockenheit müssen sie regelmäßig bewässert werden. 4000 Liter fasst das Fass, das WVER-Mitarbeiter Wolfgang Krupp an seinen Traktor angehängt hat. Um die 80 Bäume zu bewässern, sind zwei, drei Fass-Ladungen erforderlich.

Am Fließ wurden insgesamt 480 Weiden-Stecklinge in die Erde gebracht: 160 Silberweiden, 160 Salweiden und 160 Bruchweiden. Auch hier hatte es Ausfälle nach der Erstbepflanzung gegeben.

Der Ortsbürgermeister von Freialdenhoven, Jakob Leipertz, sieht es mit Wohlgefallen. Er lobt, dass „toll aufgeforstet” worden ist, und er hofft, dass das „pflegemäßig beibehalten” wird.

Wegen der Gefälleveränderungen, bedingt durch Bergsenkungen, war vor Jahren am Fließ entlang der B 56 ein dauerhaft durchnässtes Gebiet entstanden. Folge: Das Wasser konnte nicht mehr abfließen. Es bildeten sich sogar kleinere Biotope mit Schilfbewuchs.

Diese Absenkung wurde als Hochwasserschutzraum -Fassungsvermögen 103.000 Kubikmeter - hergerichtet mit einem Auslaufbauwerk, das einen kontinuierlichen und bei Starkregen einen regulierbaren Abfluss ermöglicht. Zugleich entstand ein neues Bachbett. Leipertz hofft, dass „wir das Hochwasserrückhaltebecken nie brauchen werden”.

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