Wasserspiele vereinen über alle Grenzen

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Über das Experimentieren kamen sich die Kinder aus unterschiedlichen Nation auf ganz natürliche Weise näher. Foto: Dorothee Schenk

Jülich. Bereits zum wiederholten Mal fand das Kooperationsprojekt zwischen Haus Overbach Barmen und der Gemeindesozialarbeit des Caritasverbandes Düren-Jülich im Dietrich-Bonhoeffer-Haus in Jülich statt.

Der Donnerstagnachmittag stand ganz im Zeichen der Verständigung und Toleranz. Mehr als 30 Flüchtlingskinder im Alter zwischen vier und zwölf Jahren hatten sich im Experimentiersaal des von den Nationalsozialisten ermordeten Namensgebers des Gebäudes eingefunden, um über alle kulturellen und sprachlichen Grenzen hinweg interessante Experimente mit dem Element Wasser sowie kindlich-unbefangene Annäherungen untereinander zu leben und zu erleben.

Unter der professionellen und sensiblen Anleitung von Gisela Poos und Witold Franke konnten die Kinder vielfältige Experimente mit Wasser bestaunen. Das Augenmerk der besonders geschulten Pädagogen lag dabei in der verbindenden und konfliktlösenden Atmosphäre, die die Kinder – unabhängig von vorangegangenen, teils traumatisierenden Ereignissen – somit zwanglos und selbstbestimmt erleben konnten.

Eine ganze Reihe von altersgerechten Experimenten mit Wasser wartete auf die kindlichen Teilnehmer: So ließ sich unter dem Mikroskop die wundervolle Welt der Kleinstlebewesen betrachten. Mit der Pipette wurden Tropfen gezählt, was nicht nur Sprachübung, sondern auch das Training der Feinmotorik beinhaltet.

Es wurden riesige Seifenblasen zum Erstaunen der Kinder erzeugt und kindgerechte Reagenzgläser mit wechselweise basischen bzw. sauren Flüssigkeiten gefüllt, um mit entsprechenden Indikatoren vielfältige Farbwechsel zu erzeugen. Das alles wurde über Sprech- und Schreibübungen im jeweiligen Kontext vermittelt und durch individuelle Übungen trainiert und gefestigt. Das heißt, es wurden Farben benannt, die Anzahl der verschiedenen Farben gezählt und wenn möglich alles aufgeschrieben.

Faszinierend ist die Eigendynamik einer solchen Veranstaltung: Nach relativ kurzer Zeit unterhalten sich die Kinder untereinander. Dabei spielen ethnische oder auch sprachliche Grenzen keine Rolle mehr. Die Kinder unterhalten sich über alle Sprachbarrieren hinweg auf ihre eigene Art und Weise.

Am Ende bleiben staunende und leuchtende Kinderaugen zurück, die die Erfahrungen mit dem Element Wasser verinnerlicht haben sowie die Faszination der Naturwissenschaft und die Erkenntnis, dass uns mehr als nur die Sprache verbindet.

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