Was wird aus dem Jülicher Stadtmagazin „Herzog“?

Von: -vpu-
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Jülich. Gut möglich, dass es im Laufe des nächsten Jahres ein neues Stadtmagazin geben wird, das an die Stelle des „Jülich Magazins“ träte. Erste Überlegungen wurden schon vor einem guten Jahr im Ausschuss für Kultur, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing bekannt.

Damals trugen Dorothee Schenk (Pressebüro Schenk und Schenk) und Dennis Hackhausen (Werbeagentur La Mechky+), beide aus Jülich, ihre Idee vor, das beliebte Kulturmagazin „Herzog“ konzeptionell weiterzuentwickeln. Es soll in einem größeren Format und 40 Seiten stark auch die Aufgaben eines Stadtmagazins übernehmen – einmal im Monat.

Die große Mehrheit der Politiker goutierte die Präsentation des einheimischen Duos, das auch die Kampagne für den heutigen Bürgermeister Axel Fuchs („Axel ankreuzen“) entwickelt hatte, der die Stichwahl 2015 mit fast zwei Dritteln der Stimmen gewann. Schenk und Hackhausen sagten im Ausschuss damals, dass die hohe Qualität des „Herzogs“ sowohl technisch als auch inhaltlich beibehalten werden soll.

Der „neue Herzog“ vereine Bestandteile des jetzigen Magazins – also vor allem Beiträge über die Jülicher Kultur und Veranstaltungen – mit einem Amtlichen Mitteilungs- und Informationsteil. Man sei bestrebt, das Blatt so aufzuziehen, dass es den Rang eines „Must have“ erreiche.

Das bisherige „Jülich Magazin“ gibt es seit 1994. Es erscheint alle zwei Wochen und wird vom Rautenberg Verlag produziert. Um hier einen Wechsel vorzunehmen, müsste die Stadt nach Angaben der Verwaltung die Verträge zum 31. Januar 2018 mit sechsmonatiger Frist kündigen – also bald.

Die „Herzog“-Ideengeber haben binnen eines Jahres nun wohl die meisten Fragen der Politik beantwortet – so zur Verteilung, die von Vereinen gegen Zahlung oder kommerziellen Dienstleistern vorgenommen werden soll. Das war den Fraktionen wichtig, um als Stadt weiter ein Druckwerk nutzen zu können, das alle Haushalte erreicht.

Nun dürfte der Stadtrat am Mittwoch eine Entscheidung treffen. Sie scheint pro neuem „Herzog“ auszufallen. Der Bürgermeister kündigte an, sich der Stimme zu enthalten, „weil ja jeder weiß, dass Herr Hackhausen und Frau Schenk meine Kampagne gestaltet haben“.

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