Walramplatz: Politik will schnelle Entscheidung

Von: -vpu-
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Vor der Sommerpause soll klar sein, ob einer der sechs Investoren den Zuschlag für den Walramplatz erhält. Foto: Uerlings

Jülich. Das Einzelhandelskonzept bleibt ein Dauerbrenner in der Jülicher Kommunalpolitik. Der Stadtrat hat auch in seiner Sitzung am Donnerstag keinen Beschluss gefasst, sondern lässt den von einem Fachbüro erarbeiteten Plan eine weitere Warteschleife drehen.

Mit einer Entscheidung wären nämlich Rat und Verwaltung unter anderem an den im Konzept definierten „zentralen Versorgungsbereich“ gebunden. Hier aber gibt es noch Überlegungen, diesen Bereich zu verändern: zum Beispiel um das Stadtwerkegrundstück. Zudem wollen die Kommunalpolitiker erst geklärt wissen, was auf dem Walramplatz geschieht. In dieser Frage drücken sie aufs Tempo.

Bekanntlich gibt es sechs Pläne, die Fläche vor Hexenturm und Kulturhaus ganz oder teilweise zu bebauen. Einige Investoren wollen konkret einen Lebensmittel-Vollsortimenter unterbringen. Sollte das so kommen, würden Fakten geschaffen, und ein Supermarkt auf der Hinterseite des Alten Rathauses (bald Kreishaus) wäre „gestorben“. „Wir müssen erst Klarheit bekommen, was am Alten Rathaus geschehen soll“, argumentierte Beigeordneter Martin Schulz für die Verwaltung. Das könnte noch dauern. Danach erst sollten die Überlegungen für den Walramplatz konkretisiert werden.

Da spielt die Politik nicht mit. „Dann sind wir vom Zeitplan des Kreises abhängig. Für den Walramplatz gibt es Investoren, die vielleicht weg sind, wenn wir zu lange warten“, entgegnete Peter Capellmann (CDU). Auch die Jül und die Grünen argumentierten in diese Richtung. Heinz Frey (Jül): „Wir wollen eine klare und schnelle Entscheidung.“ Dr. Lutz Baumgarten (Grüne) forderte in der Frage Walramplatz: „Es müsste einen Beschluss möglichst vor der Sommerpause geben.“

Mit diesem Wissen wird die Verwaltung also Kriterien festlegen, was auf dem Walramplatz machbar und wünschenswert ist – und dann die sechs Vorschläge prüfen. Das letzte Wort haben natürlich die Stadtverordneten.

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