Wallfahrtsort Körrenzig: Noch heute treffen sich die Gläubigen

Von: kr
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Vor dem Gnadenbild der Schmerzen Mariens treffen sich während der Oktav die Gläubigen, um zu beten und Maria ihre Anliegen vorzutragen.
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Weihbischof Karl Borsch feierte mit zahlreichen Gläubigen den Eröffnungsgottesdienst der Marien-Oktav. Foto: Kròl

Körrenzig. Seit im Jahr 2005 die Alte Kirche Körrenzig wiedereröffnet wurde, treffen sich alljährlich Gläubige zum Fest Mariä Geburt in dem alten Gotteshaus, um vor dem Gnadenbild der Schmerzen Mariens zu beten. Dieser Festtag ist auch der Auftakt zu einer Oktav, die der Gottesmutter gewidmet ist.

Eine Woche lang lädt die Pfarrgemeinde St. Peter zu besonderen Messfeiern und Gottesdiensten ein. So begann die Oktav in diesem Jahr mit einem Pontifikalamt mit Weihbischof Karl Borsch, der sich zur Visitation in der Region aufhielt.

Bereits am Morgen, so berichtete er den zahlreichen Gläubigen in Alt-St. Peter, habe er die Kirche besucht und vor der Gottesmutter gebetet. „Maria mit dem toten Sohn auf dem Schoss zeigt uns den Weg zu Gott“, erklärte er. Mit Pfarrer Stefan Bäuerle, Pfarrer Heinz Philippen und Pfarrer Jürgen Frisch feierte er die Eucharistie. Gestaltet wurde der Gottesdienst musikalisch vom Kirchenchor St. Peter und die Schützenbruderschaft hatte eine Fahnenabordnung entsandt.

In seiner Predigt ging der Gast aus Aachen auf Maria Verkündigung ein. „Jesus wurde erwartet, wie die meisten Kinder dieser Welt erwartet werden“, erklärte er. Aus dem Erwartetwerden würden jedoch schon bald Erwartungen, die andere an den Menschen stellen, aber auch er selbst. Oft, so erklärte Borsch, seien die eigenen Erwartungen die höchsten. Christen aber, so sagte er weiter, haben eine besondere Erwartung, die Zukunft Gottes, der Himmel. „Jesus ist uns vorausgegangen, und er erwartet uns am Ende unseres Lebens. Wir brauchen keine Angst zu haben, und auch Maria ist den Weg vorausgegangen. Habt Vertrauen, Gott erwartet Euch“, schloss er seine Predigt.

Krankensalbung

Neben den Messfeiern findet im Verlauf der Oktav auch stets abends um 21 Uhr, außer Samstag, ein Nachtgebet statt. Am Mittwoch, 14. September, findet außerdem um 15 Uhr eine Heilige Messe mit Krankensalbung statt. Die Oktav endet am Donnerstag, 15. September, um 18 Uhr mit einem Hochamt und anschließender Lichterprozession.

In der Zeit um 1530 liegt nach Expertenschätzung die Entstehung des Gnadenbildes. Zu dieser Zeit muss die Pieta ihren Platz in der Körrenziger Kirche gefunden haben. Genaueres über ihre Entstehungsgeschichte ist allerdings nicht bekannt. Bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges muss sie Ziel regionaler Wallfahrten gewesen sein und mit dem Neueinzug in das Gotteshaus wurde die Oktav eingerichtet.

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