Waldbrände auf der Sophienhöhe schnell gelöscht

Von: gep
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Jülicher Feuerwehrleute im Einsatz auf der Sophienhöhe. Foto: Feuerwehr Jülich
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Kleine Feuersbrunst auf der Sophienhöhe: Mit zwei C-Rohren ging hier die Feuerwehr der Gemeinde Titz vor. Foto: Feuerwehr Titz

Jülicher Land. Während der heißen August-Tage musste die Feuerwehr mehrmals ausrücken, um Brände auf der Sophienhöhe zu löschen. Am Montag war die Feuerwehr der Gemeinde Titz sogar zweimal auf der rekultivierten Kippe im Einsatz.

Am Nachmittag wütete auf 150 Quadratmeter Unterholz das Feuer. „Trockenes Nadelstreu brennt wie Zunder“, so Alexander Sieben, Führer des 3. Löschzuges Ameln/Rödingen.

Mit zwei C-Rohren und verstärkt durch die Löschgruppe Titz wurde der Brand gelöscht und damit eine Ausbreitung des Feuers verhindert. Rund zwei Dutzend Feuerwehrleute waren vor Ort. Ein C-Rohr hat eine Leistung von 100 Litern in der Minute. Da auf der dritten Ebene der Sophienhöhe kein Wasseranschluss vorhanden ist, musste ein Pendelverkehr eingerichtet werden.

Das neue Hilfeleistungslöschfahrzeug 20 aus Rödingen und das alte Tanklöschfahrzeug aus Titz, beide mit einer Kapazität von jeweils 2000 Litern, transportierten das Wasser heran, an der Brandstelle wurde mit dem alten Löschfahrzeug 16 aus Ameln gearbeitet, das 800 Liter an Bord hat.

Am Abend war die Titzer Wehr erneut auf der Sophienhöhe – alarmiert durch einen Anwohner, der Feuerschein wahrgenommen hatte. Mit drei Fahrzeugen wurde die Hochkippe durchkämmt. Wie sich herausstellte, hatten Jugendliche beim unerlaubten Zelten ein Lagerfeuer entzündet.

Am Tag zuvor war „Florian Jülich“ auf der Sophienhöhe gefordert. Oberhalb des Parkplatzes Höllener Mühle wurde ein Flächenbrand von rund 15 Quadratmetern mit einem Schnellangriff abgelöscht. Aber immerhin waren drei Fahrzeuge knapp eineinhalb Stunden auf Achse. „Schnell erledigt“ war in der Nacht auf Dienstag dann ein Feuer auf einem Stoppelfeld in Koslar an der K 15. Ein C-Rohr reichte. Aber auch hier waren vier Fahrzeuge eine gute Stunde lang im Einsatz.

„Früher hat es öfter gebrannt“, stellt nüchtern der Titzer Gemeindebrandinspektor Martin Roß fest. Ein Grund: „Zum Glück gibt es ja weniger Raucher, die ihre glimmende Kippe wegwerfen.“

Es reiche aber schon eine Glasscherbe, die die Sonnenstrahlen fokussiere. Vorsicht sei auch geboten, wenn ein Fahrzeug mit heiß gelaufenem Katalysator auf einem Untergrund mit dürr-trockenem Bewuchs geparkt werde. Aber bislang habe es trotz der großen Trockenheit noch „keine großen Waldbrände“ gegeben, sagt der Hasselsweiler Feuerwehr-Veteran. Flächenfeuer seien „im Sommer immer ein Problem. Aber dafür ist die Feuerwehr da“.

Was die Feuerwehr-Einsätze die Allgemeinheit oder den Bürger kosten, zeigt ein Blick in die Gebührenordnung der Gemeinde Titz. Für eine Mannstunde werden zwischen sechs und 20 Uhr 22 Euro veranschlagt, außerhalb dieses Zeitfensters wird noch ein Zuschlag von 50 Prozent fällig. Die Betriebskosten eines Tanklöschfahrzeugs liegen danach pro Stunde bei 78 Euro, die eines Tragkraftspritzenfahrzeugs, das beim Einsatz das Löschwasser aus einem Gewässer oder dem Trinkwassernetz pumpt, bei 60 Euro. Und 60 Minuten Motorsägen-Einsatz kosten 23 Euro.

Und so appelliert die Feuerwehr an die Bürger, durch umsichtiges Verhalten die Waldbrandgefahr zu mindern. So sei zum Beispiel offenes Feuer im Wald verboten. Grillen sei nur an den ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt. Und Rauchen im Wald sei in der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober nicht gestattet, „weil jeder glimmende Gegenstand einen Brand verursachen kann“. Die Forstverwaltung bittet ferner darum, die Waldwege und Zufahrten freizuhalten, um Einsätze der Feuerwehren nicht zu behindern.

Sollte die aktute Waldbrandgefahr sehr hoch sein, kann die Forstverwaltung nach dem Landeswaldgesetz sogar eine „zeitweilige Beschränkung des Betretungsrechtes“ verordnen. Nach Paragraph 5 kann „aus Gründen der Waldbrandverhütung die Forstbehörde nach Anhörung der beteiligten Kreise und kreisfreien Städte durch ordnungsbehördliche Verordnung für bestimmte Waldgebiete zeitweilig a) das Betreten, das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten ausschließen oder b) das Betreten auf die Wege beschränken“.

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