Jülich - Wahlkämpfer Laumann schwört CDU in Jülich ein

Wahlkämpfer Laumann schwört CDU in Jülich ein

Von: Kr.
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Wahlkämpfer für die Kreis-CDU in Jülich: der frühere NRW-Arbeitsminister Karl Josef Laumann (MdL). Foto: Kròl

Jülich. „Stellen Sie sich vor, sie säßen nicht hier, sondern in einer Region in Spanien, Italien oder Portugal, wo 50 Prozent Jugendarbeitslosigkeit herrscht“, begann der frühere NRW-Arbeitsminister Karl Josef Laumann, heutiges Landtagsmitglied und Bundesvorsitzender des Arbeitnehmerflügels der Union (CDA), seinen Vortrag in Jülich.

Auf Einladung des Kreisverbandes betätigte er sich im Glashaus des Brückenkopf-Parks mit Blick auf den 22. September als Wahlkämpfer vor zahlreichen Parteifreunden.

Er zeigte auf, wie gut Deutschland aus seiner Sicht momentan dastehe, wie gut man die Wirtschaftskrise überstanden habe: „Im Mai 2005 verloren wir in NRW täglich 1500 Arbeitsplätze. Hart haben wir gearbeitet und haben heute in manchen Regionen nahezu Vollbeschäftigung.“ Wichtig ist ihm, dass genügend Ausbildungsplätze zur Verfügung stehen, wenn auch nicht immer im Traumberuf der jungen Menschen.

„Die CDU ist eine Partei der fleißigen Menschen im Land“, betonte er und meinte damit den Sparkassendirektor ebenso wie seine Putzfrau. Es mache ihn stolz, dass die Union die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt habe. Seine einstündige Rede würzte Laumann mit einem Schuss Humor. „Die Kuh, die man melken will, muss man auch füttern. Die anderen wollen die Kuh noch mehr melken, aber nicht füttern“, spielte er auf unterschiedliche wirtschaftspolitische Ansätze an.

Die Arbeits- und Sozialpolitik standen natürlich im Fokus des CDA-Mannes. Es sei eine wichtige Aufgabe, die Familien zu stärken, ohne aber andere Lebensgemeinschaften zu diskreditieren. Hände weg vom Ehegatten-Splitting, warnte er zudem, denn die Abschaffung würde einer Familie, deren Kinder aus dem Haus sind, erhebliche Einbußen bescheren.

Die kommunale Selbstverwaltung sieht Laumann in Gefahr. Zu viel sei auf die Kommunen abgewälzt worden, ohne ihnen die Mittel an die Hand zu geben. So hätten Kommunen heute kaum noch Gestaltungsmöglichkeiten. „Ich will eine Bürgergesellschaft, in der die Menschen ein Zuhause finden“, forderte er und wehrte sich gleichzeitig gegen zu starke Reglementierung. Im Hinblick auf den von den Grünen geforderten fleischlosen Tag in der Woche, sagte er: „Jeder der eine Bratwurst in der Hand hat, ist für die ein Verbrecher.“

Er forderte seine Parteifreunde auf, in den letzten Tagen vor der Wahl aktiv zu bleiben: „Werben Sie auch für die Zweitstimme, denn wir haben keine Stimmen zu verschenken.“ Der Applaus der Parteifreunde war ihm sicher, allen voran Kreisvorsitzender und Direktkandidat Thomas Rachel (MdB) sowie die Landtagskollegen Josef Wirtz und Rolf Seel.

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