Wagnis Bach: Propsteichor überzeugt bei Weihnachtsoratorium

Von: zts
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Bogen gespannt zwischen den drei Kantaten-Teilen: Das Weihnachtsoratorium von Bach in der Jülicher Propsteikirche. Foto: Zantis

Jülich. Der Applaus in der Jülicher Propsteikirche St. Mariä Himmelfahrt hielt minutenlang an. Er war Ausdruck einer Begeisterung, in der man etwas Großartiges erlebt hatte: das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach. Der durch Gastsänger verstärkte Propsteichor erreichte jene Ausstrahlung, bei der die Weihnachtsbotschaft wirkt.

In den drei Kantaten-Teilen spannte man einen Bogen von „Jauchzet, frohlocket” bis hin zu „Herrscher des Himmels höre mein Lallen”.

Das differenzierte Spiel des Orchesters mit Konzertmeisterin Susanne Trinkaus brillierte im barocken Klangbild. Pauken und Trompeten besorgten in furios jubelnden Chorsätzen das echte „Jauchzet, Frohlocket”. Grandios der Continuopart von Cembalo und Cello sowie Sologeige, Querflöte und Oboen.

Tenor Michael Mogl überzeugte mit kernigem Stimmklang und sauber geführtem Evangelisten-Parlando. Thomas Schütz gab den lyrischen Passagen mit einem klangschönen Bass Profil. Sarah Schniers zarter Sopran wirkte etwas zurückgedrängt, doch fand in den Höhen einen schmelzenden Ausdruck. Aus den Arien von Altistin Elvira Bill sprach Wärme und Innigkeit.

Kantor und Chordirektor Ernst Matthias Simons entfesselte mit seinem Dirigat eine vortreffliche Chorsubstanz und jubilierenden Orchesterglanz. Zum Schluss ein Lob von Propst Bongard für ein „Wagnis” mit dem großen Weihnachtsoratorium.
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