Wachwechsel im Mechatronikzentrum Jülich

Von: hfs.
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Mit einem kräftigen Händedruck übertrug Oberst Uwe Fröhlich die Leitung des Mechatronikzentrums Jülich an Dr. Ralf Weisen (r.). Foto: hfs.

Jülich. Das Mechatronikzentrum der Bundeswehr am Standort Jülich hat einen neuen Leiter. Seit Freitag hat Oberstleutnant Dr. Ralf Weisen das Sagen. Der 47-Jährige gebürtige Hannoveraner löst den Bayern Oberstleutnant Johann Schnell ab, der nach vierjähriger Jülicher Tätigkeit als Divisionsingenieur nach Würzburg wechselt.

„Ich melde mich ab.“ Mit dem Wunsch für die Belegschaft und dem Werk auf eine gute Zukunft und viel Erfolg bei der Bewältigung der neuen Herausforderungen sagte Oberstleutnant Johann Schnell fast auf den Tag genau nach 50 Monaten Dienst im Mechatronikzentrum Jülich Servus. Der gebürtige Münchener kommt mit seinem Wechsel zum Bundeswehrstandort in Würzburg damit seiner Heimatstadt 300 Kilometer näher. Denn, das bekannte er bei seiner Abschiedsrede, „die rund 2200 Stunden, die ich im Auto oder in der Bahn zwischen Wohn- und Dienstort gependelt bin, die hinterlassen naturgemäß Spuren bei einem selbst und bei seiner Familie.“

Vor Gästen und Vertretern aus Wirtschaft, Industrie, Kirche, Politik und Militär verabschiedete sich Schnell im Mechatronikzentrum. Den Standort hatte er im Jahre 2009 zur Zeit der Weltfinanzkrise übernommen. Damit einher ging sozusagen eine grundlegenden Strukturuntersuchung der Bundeswehr, initiiert von dem damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Die hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf das Jülicher Zentrum, betonte Schnell. „Außer, dass der Fortbestand des Standortes Jülich bekräftigt wurde...“

Hatte er bei seinem Dienstantritt von einer neuen, facettenreichen und fordernden Aufgabe gesprochen, die ihn erwarte, stellte sich das im Nachhinein „als eine mit besonderen Herausforderungen“ heraus. So erwies sich der Aufbau und die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems als Herkulesaufgabe für das gesamte Werk, für jeden einzelnen Mitarbeiter. „Die Zertifizierung ist nur unter enormer Kraftanstrengung und außerordentlichem Zusammenwirken aller Beteiligten gelungen“, erinnerte Schnell an die fast zweijährige Arbeit, „mit der sich nun das Werk wegen seiner hohen Flexibilität jederzeit mit zivilen Instandsetzungseinrichtungen vergleichen und auch messen kann.“

Selbstkritik kam aber auch zur Sprache. War die Aussetzung des Leistungslohnverfahrens ab November 2010 zum damaligen Zeitpunkt richtig, sei sie rückblickend betrachtet kontraproduktiv. Schnell: „Ich würde sie rückgängig machen.“ Ob dies ein „Wink“ an seinen Nachfolger Dr. Ralf Weisen war, kam vielleicht beim anschließenden Empfang zur Sprache. Dem vorangegangen war die Entbindung beziehungsweise die Übertragung der Führung durch Oberst Uwe Fröhlich. Der dankte dem Scheidenden für die erfolgreiche Tätigkeit in Jülich, wünschte dem neuen Leiter Glück und Erfolg und der Jülicher Belegschaft alles Gute.

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