Jülich - Vorwürfe, Anklagen und Neuanfang bei der Tafel

Vorwürfe, Anklagen und Neuanfang bei der Tafel

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Hier wird sortiert: Bei der Jülicher Tafel werden die gespendeten Lebensmittel einer Prüfung unterzogen und dann für Bedürftige mit Nachweiskarte neu verpackt. Foto: Stüber.

Jülich. Bei der Tafel wird aufgetischt. Da gibt es für einen symbolischen Obolus Nahrhaftes für Bedürftige, deren Zahl steigt und die sich ohne diese mildtätige Einrichtung kaum über Wasser halten könnten. Dahinter steckt inzwischen ein ehrenamtlich geführtes kleines Unternehmen, das schnell gewachsen ist.

Vielleicht zu schnell, denn bei der Mitgliederversammlung der Jülicher Tafel wurden tiefe Risse im Fundament - dem Vorstand - deutlich. Am Ende gab es nach zahlreichen öffentlichen Vorwürfen bei einer anklageartigen Aussprache sogar Kampfabstimmungen und ein komplett neues Führungsteam. Tabula rasa also.

Der einst zehnköpfige Tafel-Vorstand war nach Rücktritten und Satzungsänderungen maximal geschrumpft: Am Jahresende war einzig Vorsitzender Klaus Mayer verblieben, der mit Ehrenamtlern und Beschäftigten noch die wichtige Weihnachtssaison abwickelte.

Es sollte seine letzte große Aktion für die soziale Einrichtung gewesen sein, denn seine Ära ist beendet. Über 90 Mitglieder des Vereins Tafel waren bei der Hauptversammlung im Pfarrheim St. Rochus anwesend. 38 von ihnen votierten in geheimer Abstimmung für Amtsinhaber Mayer, der sich zur Wiederwahl stellte, 54 aber für den neuen Vorsitzenden: Thomas Sagefka (66) aus Jülich.
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