Vortrag: Was Sportbegeisterte unbedingt beachten sollten

Von: ojo
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Eine Schlüsselfunktion beim L
Eine Schlüsselfunktion beim Laufen kommt dem Knie zu. Andreas Nelles wird sich dieser „Knickstelle” gebührend widmen. Foto: Jonel

Jülich. Laufen ist gesund. Diese Formel wird gern und häufig propagiert. Ihre Richtigkeit wird selten in Zweifel gezogen, zumal sie sich so wunderbar einfügt in den übergeordneten Leitsatz „Bewegung ist Leben”. Um so befremdlicher wirkt daher ein Fragezeichen, das ausgerechnet ein Mann vom Fach setzt.

„Laufen ist gesund?” lautet der Titel einer Informationsveranstaltung, von und mit dem Diplom Physiotherapeuten (NL) und Physiotherapeutischen Heilpraktiker Andreas Nelles. Am Donnerstag, 18. Oktober, wird er ab 19.30 Uhr in der Schlosskapelle der Jülicher Zitadelle das Fragezeichen auflösen.

Die Statistik liefert die Grundlage: 30 bis 65 Prozent aller Läufer klagen über Probleme beim Laufen; 70 bis 80 Prozent davon haben Probleme mit den unteren Extremitäten. Untere Extremitäten sind das, was man landläufig Beine nennt. Andreas Nelles begegnen diese Probleme täglich. „Für mich ist dabei die Frage interessant: Was sorgt dafür, dass so viele Menschen so viele Probleme beim Laufen haben?” Ein knappes Dutzend der häufigsten Probleme stellt der Physiotherapeut bei seinem Vortragsabend vor.

Vorab gib es eine kleine Einführung in die Physiognomie des Laufens, in die Funktion der Muskeln und Gelenke. Auf diesen Grundlagen geht es zu den Fehlstellungen und letztendlich zu den Maßnahmen, wie man diese behebt.

Nelles wird seinem Vortrag mit vielen Beispielen arbeiten. Eines wird das Sprungbein oder Talus sein. Dieser kleine Knochen sitzt an entscheidender Stelle, verbindet er doch Fuß und Bein. Wenn diese Verbindung gestört wird, läuft man im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr rund.

Überbelastung an anderer Stelle

Und da der menschliche Körper immer versucht, irgendwie mit Fehlern zurechtzukommen, werden durch Kompensation an anderer Stelle Überbelastungen provoziert. Der äußerst schmerzhafte Fersensporn kann seine Ursache in einer Fehlstellung des Tales haben.

Für den Menschen als Zweibeiner müssten das Gehen und Laufen die natürlichste Sache der Welt sein, zumal man es täglich und ohne nachzudenken praktizieren. Und doch: „Fußfehlstellungen nehmen allgemein zu”, stellt Nelles fest. „Viele beobachten ihre Füße nicht genügend.” Fehlstellungen lassen sich vielfach mit konservativen Methoden beheben, sagt der Physiotherapeut. Manchmal bietet der operativer Eingriff den einzigen Ausweg.

Seinen Vortrag über das Laufen und die Extremitäten von der Zehenspitze bis zur Hüfte spickt Nelles auch mit Beispielen aus dem Leistungsbereich. Dazu hat er Material aus eigener Anschauung. Der Jülicher ist Physiotherapeut beim Deutschen Leichtathletikverband und betreut die Nationalmannschaft der Läufer über die Mittelstrecken bis hin zum Marathon. Er deckt in seinem Vortrag den gesamten Bereich vom Hobbyläufer bis zum Profisportler ab. Den Schlusspunkt der Veranstaltung bildet ein kurzer Exkurs zu dem nahezu unüberschaubaren Angebot an Hilfsmitteln, auf das der Läufer zurückgreifen kann; vom Schuhmaterial über Einlagen bis hin zum immer häufiger zu Kinesiotape. Nach seinem Vortrag, den Andreas Nelles per Powerpoint bebildert, ist eine Diskussion ausdrücklich erwünscht. Der Eintritt zu dem Vortragsabend ist frei. Es wird allerdings um Anmeldung gebeten unter 02461-6269688 oder per E-Mai andreas.nelles@online.de.
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