Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Jülich für weitere Amtszeit gewählt

Von: ptj
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Neu gewählter Vorstand mit Geehrten: Als Dritter von rechts ist Vorsitzender Martin Marquardt zu sehen, in der Mitte hinten sein Stellvertreter Klaus Gundelach. Der Träger der Goldenen Ehrennadel ist Klaus Mahr (l.). Foto: Jagodzinska

Jülich. „Was hier geleistet wurde und wird, ist nicht selbstverständlich. Jede und jeder, der hier im Haus mittut, weiß, wo die Arbeit zu finden ist, und erledigt sie ohne Murren und Diskussion.“ Mit diesen Worten dankte Martin Marquardt, einstimmig wiedergewählter Vorsitzender der AWO Jülich, seinen Mitstreitern.

Montags wird gebrauchte Kleidung angenommen, sortiert, ausgesondert und für Dienstag zum Verkauf vorbereitet. Bevor die Dienstagnachmittagsgäste einlaufen beziehungsweise abgeholt werden, wird schon morgens in der Küche gebraten, gekocht, geschmiert, abgeräumt und gespült. Büroarbeit wird wegen bürokratischer Zwänge so manches Mal mit nach Hause genommen. Sponsoren müssen gesucht, gefunden und gepflegt werden. Kleinere Reparaturen werden meist sofort mit großem Aufwand erledigt.

„Wenn ich den Umfang der Arbeit vorher gekannt hätte, wäre ich wahrscheinlich vorher abgetaucht“, betonte Marquardt, der trotzdem für weitere vier Jahre kandidierte. Der Grund: Er hat so viele Dinge mit auf den Weg gebracht, die er nun auch „abarbeiten“ will, zumindest, so lange die Kraft noch reicht. Jeweils einstimmig (wieder)gewählt wurden ferner der stellvertretende Vorsitzende Klaus Gundelach, der „hervorragende Kassierer“ Paul Beckers und Schriftführerin Maria Gundelach. Vier Beisitzer sind in der Satzung verortet, fünf stellten sich zur Wahl. In der Reihenfolge ihrer Wahlstimmen wurden Karl-Heinz Wagner, Waltraud Kochs, Katharina Nork und Marcel Fehlig bestimmt, Gertrud Hafke schied aus.

Aktuell zählt der AWO-Ortsverband Jülich 129 Mitglieder und ist somit im Kreisvergleich gut aufgestellt, wie Kreisgeschäftsführerin Leonore Küpper-Beckers betonte. Kreisweit ist die Mitgliederzahl in den letzten Jahren um 1000 gesunken. Dabei sei es von Vorteil, wie in Jülich über eigene Räumlichkeiten zu verfügen. Andere Ortsvereine tagen in Gaststätten, die ebenfalls „im Sterben liegen“, unter anderem wegen ständig steigender Auflagen, wie etwa dem Brandschutz, führte Küpper-Beckers das Thema weiter aus.

Martin Marquardts Neuwahl begrüßte die Kreisgeschäftsführerin mit den Worten: „Erfahrung ist immer gut, den Bestand eines Vereins zu sichern. Ohne diese Menschen würde soziale Arbeit nicht erfolgen.“

Neun Mitglieder der AWO Jülich verstarben im Rechnungszeitraum oder traten aus, vier Neumitglieder konnten gewonnen werden. Die 44 Seniorennachmittage wurden durchschnittlich von 25 Personen besucht. Das Kleiderlädchen „Jacke und Hose“ hatte an 88 Tagen geöffnet und trägt mit einer Summe von rund 3000 Euro zum Unterhalt des Hauses einen „respektablen Betrag bei“. Die Skatrunde erfreute sich an 15 Dienstagen über durchschnittlich acht Besucher. An 33 Terminen wurde der große Saal für private und Betriebsfeierlichkeiten gebucht. Als neuer Dauermieter fungiert die Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung (DGA).

Dankenswerterweise nahm die AWO-Jülich knapp 4000 Euro aus Sponsoring und Spenden ein. Trotzdem bezeichnete Kassierer Paul Beckers den finanziellen Aspekt des Jahres als „nicht gut“.

40 Jahre lang ist Klaus Mahr Mitglied im Ortsverband Jülich und wurde mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Irene Muckel wurde für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt.

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