Vorsicht schützt vor Schaden: Maßnahmen gegen Einbruch

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Jülich. Wie kann man vermeiden, Opfer eines Diebstahls oder eines Wohnungseinbruchs zu werden? Die Frauen-Union unter Vorsitz von Rose-Marie Kommnick und Ingrid Stauch konnte Kriminalhauptkommissar Günter Arnold gewinnen, in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Senioren-Union wertvolle Hinweise zu geben.

Wenn es an der Haustür unerwartet klingelt, sollte man zuerst ans Fenster gehen, es auf Kippe stellen und nach dem Grund des Besuchs fragen. Sei die Person erst einmal in der Wohnung, habe man die Situation nicht mehr unter Kontrolle. Bei verdächtigen Anzeichen solle man sich den Ausweis deutlich zeigen lassen, ihn unbedingt auch lesen und bei weiterer Unklarheit die Polizei anrufen.

Dies geschieht am einfachsten unter der Nummer 110. Nachbarn hinzuzuziehen ist immer gut, etwa mit den Worten: „Kannst du mal eben helfen kommen. Da ist jemand vor der Tür, dem ich nicht traue.“ Hilfegesuche sollte man dann verweigern, wenn der Verdacht besteht, sich dabei selbst in Gefahr zu bringen. Es ist kein Fall unterlassener Hilfeleistung, wenn man sich z.B. weigert, ein Glas Wasser bei Unwohlsein zu geben oder die Toilette benutzen zu lassen.

Der Grundsatz, sich nicht selbst in Gefahr zu begeben, besteht auch bei einer Schlägerei auf der Straße, der man zufällig beiwohnt. Polizei anrufen, die Situation beobachten und sich möglicherweise als Zeuge zur Verfügung stellen, ist die richtige Verhaltensweise. Werde man selbst zum Opfer, sollte man unmittelbar zur Polizei gehen. Dort gibt es besonders ausgebildete Beamtinnen und Beamte, die entweder selbst helfen können oder auf weitere Hilfsmöglichkeiten verweisen.

Schwächen werden ausgenutzt

Außer Haus sind Senioren grundsätzlich nicht mehr gefährdet als andere Mitbürger. Betrüger können jedoch körperliche Schwächen, die sich etwa durch Benutzen eines Rollators und Gehhilfen offenbaren, oder auch Hör- und Sehschwächen schnell ausnutzen. Nur das mitnehmen, was nötig ist, ist der Rat des Experten.

Nicht zu viel Bargeld. Es sollte, genauso wie Ausweispapiere, in Innentaschen oder im Brustbeutel aufbewahrt sein. Vorsicht beim Geldwechseln ist geboten und bei Gebrauch von Geldautomaten. Betrüger lenken gerne ab. Häufig sind sie zu zweit. Auch mehrere Kinder oder Jugendliche, die um einen Senior bzw. eine Seniorin herumspielen, können betrügerische Absichten haben. Ein selbstbewusstes Auftreten ist immer hilfreich.

Die Ratschläge für Urlaubsreisen und unterwegs nahmen die Zuhörer der Veranstaltung gerne an: Das Gepäck sollte stets beaufsichtigt werden. Das Auto sollte, auch beim Tanken, stets verschlossen werden. Wertsachen, Dokumente, Handtaschen und Navigationsgeräte sollte man nicht im Fahrzeug lassen. Fahrräder sollten codiert werden und an einem fest verankerten Gegenstand abgeschlossen werden. Man sollte sie auch dann abschließen, wenn man nur kurz in ein Geschäft geht.

Hauptkommissar Günter Arnold wies nach Vortrag und der anschließenden Fragerunde noch einmal auf die Wichtigkeit der Vorbeugung hin, da im Kreis Düren im letzten Jahr 800 Einbrüche verübt wurden. Die Zahl der gefassten Täter lag jedoch nur bei zehn Prozent.

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