„Vorbildlich gehandelt“: Sabine Welter erhält Bürgerpreis

Von: sj
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Sabine Welter nahm den Bürgerpreis für Zivilcourage aus den Händen von Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) entgegen. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Nicht wegsehen, sondern handeln! Dieses Grundprinzip hat Sabine Welter aus Niederzier am 22. November 2015 befolgt, als sie die Polizei alarmierte und sich in ihr Auto setzte. Kurz zuvor war sie Zeugin eines Verkehrsunfalls geworden, der Unfallverursacher war mit seinem Wagen gegen ein geparktes Auto gestoßen – und fuhr langsam weiter.

„Ich habe sofort gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist“, berichtet die 47-Jährige. Also folgte sie dem Wagen, der wenig später gegen eine Laterne prallte. Sabine Welter war es, die bis zum Eintreffen der Rettungskräfte Erste Hilfe leistete. Der Mann, der aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte, ist nach Auskunft der Polizei heute auf dem Weg der Genesung.

„Sie haben in diesem Moment alles richtig gemacht“, lobte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) am Dienstagabend den Einsatz der Niederziererin. Ihr couragiertes Handeln in einer schwierigen Situation sei ein Beispiel, das zur Nachahmung anrege. Aus diesem Grund zeichnete der Landrat Sabine Welter mit dem erstmals verliehenen Bürgerpreis für Zivilcourage der Kreispolizeibehörde Düren aus.

„Mit ihrem beherzten Verhalten haben Sie möglicherweise Schlimmeres verhindert“, lobte Spelthahn, der betonte: „Eine Bedingung ist Engagement in einer besonders schwierigen Situation. Zweite Bedingung für eine Auszeichnung ist es aber auch, sich selbst und andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen. Sie haben mutig und vorbildlich gehandelt.“

Der ersten Verleihung des Preises sollen in Zukunft weitere folgen. Wolfgang Spelthahn und Vertreter der Kreispolizeibehörde wünschen sich, dass sich viele Bürger ermutigt sehen, Zivilcourage zu zeigen. „Ohne die Unterstützung der Bevölkerung wäre Polizeiarbeit nur begrenzt erfolgreich“, bilanzierte Spelthahn. Ein gutes Beispiel sei die Kampagne gegen Einbrecher, bei der die Polizei dazu aufforderte, lieber einmal zu viel als einmal zu wenig die Polizei im Zweifelsfall zu alarmieren.

„Ich finde nicht, dass ich den Preis verdient hätte. Für mich ist es selbstverständlich, Menschen in Not zu helfen“, bedankte sich Sabine Welter anschließend für die Auszeichnung.

Regelmäßig frische sie ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf, auf ihrer Arbeitsstelle sei sie Ersthelferin, erzählte sie. „Wer die Kurse besucht, lernt, die anfängliche Scheu zu überwinden. Es ist besser, im Notfall selbst Erste Hilfe zu leisten, als sich aus Angst, etwas falsch zu machen, zurückzuziehen“, weiß Sabine Welter.

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