Vorbereitungen zum Sommerleseclub in Stadtbücherei

Von: ptj
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Präsentieren den Tisch mit Büchern aus ihrer „Wunschliste“: (v.l.) Jugendbuchhändlerin Katja Dahmen, Fördervereinsvorsitzende Stadtbücherei Elisabeth Vietzke, Büchereileiterin Birgit Kasberg und ihre Stellvertreterin Yvonne Schroiff. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Meld‘ dich an zum Sommerleseclub (SLC)“, dazu ruft im zehnten Jahr in Folge ein Team aus der Stadtbücherei Jülich und der Buchhandlung Fischer auf. Genauso gilt natürlich die Einladung zur Teilnahme am Juniorleseclub (JLC). Ersterer richtet sich an Schüler weiterführender Schulen im Jülicher Land, auch wenn sie erst nach den Sommerferien die fünfte Klasse besuchen. Letzterer ist für Grundschüler gedacht.

In den zehn Jahren haben alleine am Sommerleseclub 1800 Schüler teilgenommen, eine Menge angesichts der relativ kurzen Veranstaltungsdauer in den Sommerferien. Zudem „geht die Kurve stetig nach oben“, wie Fördervereinsvorsitzende Elisabeth Vietzke betonte. Der Förderverein Stadtbücherei trägt traditionell einen „Großteil der Kosten, weil das mit städtischen Mitteln nicht zu machen ist“, darauf verwies Stadtbüchereileiterin Birgit Kasberg.

Weil viele Kinder gleich am ersten Ferientag verreisen, ist die Anmeldung zu beiden Leseclubs bereits ab Dienstag, 11. Juli, in der Stadtbücherei möglich. Ein Buch darf bis zu vier Wochen ausgeliehen werden. Die Buchpräsentation durch die Leser wird ab Dienstag, 18. Juli, zu den ausgewiesenen Öffnungszeiten gehört.

Als „Abfrager“ beziehungsweise Zuhörer der Buchpräsentation stehen neben den Vorlesepaten der Bücherei erstmals alle Auszubildenden der Stadt Jülich zur Verfügung, ferner Sommerleseclub-Teilnehmer ab der 9. Klasse. „Das hat sich bereits bewährt. Älteren Schülern ist die eigene Buchvorstellung oft peinlich, außerdem stellen die Kinder gerne Jugendlichen ihre Bücher vor“, wie Kasberg betonte.

Nach gelungener Buchvorstellung gibt es einen Stempel in den Buchpass; ab drei gelesenen Büchern in den Ferien locken Urkunde und Zeugnisvermerk. Zum Jubiläum werden auch Kinder zur großen Abschlussparty in der Aula der Sekundarschule am 9. September mit Clown, Urkundenausgabe und Tombola eingeladen, die nur ein Buch gelesen haben. Ferner winkt für jedes gelesene Buch ein Los und damit die Teilnahme an der Tombola – jedes Los ist ein Gewinn.

„Wir müssen im Juli an die 700 Bücher im Angebot haben“, stellte Kasberg heraus. Deshalb ist die Stadtbücherei erneut auf Sponsoren angewiesen. Bereitwillige Buchspender kaufen in der Buchhandlung Fischer ein oder mehrere Bücher vom bereit stehenden Büchertisch aus der „Wunschliste“ und schenken sie der Stadtbücherei, wo sie nach der Ferienaktion in den Bestand aufgenommen werden.

Was sind aktuelle Trendtitel? Ein Beispiel für den Juniorleseclub ist das Buch zum Kinofilm „Angry Birds“. Mädchen aus Grundschulen mögen die Serie „Leselernstars Disney Die Eiskönigin“, bei weiblichen Teenies sind etwa Serienromane wie die von Colleen Hover oder der Comic-Roman „Dork diaries“ angesagt. „Alle Jungen sind sehr gerne im Sachbereich unterwegs.“

Als gelungene Kombination aus Sach- und erzählendem Buch nannte Jugendbuchhändlerin Katja Dahmen die Reihe „Superleser“ für Lesestufe 2 und 3, etwa „Nächste Station Jupiter“ oder „Gefahr am Vulkan“. Durch solcherlei Angebote ist der Anteil der teilnehmenden Jungen deutlich gestiegen. Laut Vize-Büchereileiterin Yvonne Schroiff nehmen 60 Prozent Mädchen und 40 Prozent Jungen teil.

Der Sommerleseclub wurde initiiert vom Kultursekretariat Gütersloh, die Projektidee hatte Ute Hachmann, Stadtbibliothek Brilon. Gefördert wird das Projekt vom NRW-Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport und etlichen lokalen Sponsoren. Erstmalig unterschrieben die Stadtwerke Jülich sogar einen Sponsorenvertrag. Der Tisch mit Büchern aus der „Wunschliste“ steht noch bis zum 3. Juni in der Buchhandlung Fischer bereit.

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