Vorbereitungen für Kunstmarkt laufen auf Hochtouren

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Gerade die Mischung aus Kunst und Handwerk macht den Markt so interessant. Foto: Schenk

Jülich. Auf Hochtouren laufen derzeit die Vorbereitungen zu Jülichs kulturellem Höhepunkt des Jahres – bei Ausstellerinnen als auch bei Organisatoren. Am 13. und 14. Juni öffnet der Kunsthandwerkerinnenmarkt seine Stände.

Inzwischen seit 22 Jahren werden über 30.000 Gäste in der Stadt erwartet, die sich an einer Vielfalt kreativer Angebote, hochwertigen Handarbeiten und ausgefallenen Gewerken erfreuen können.

Außergewöhnliche Gewerke sind das Markenzeichen des Jülicher Marktes. Wo sonst findet man auf einem einzigen Platz eine so vielfältige Demonstration ästhetisch ansprechender Produkte – allesamt handgearbeitete Objekte mit Unikatcharakter.

Die Besucher verweilen gern am Stand der Glasbläserin oder Bürstenmacherin, lassen sich von der kreativen Schaffenskraft der Künstlerinnen aus vielen Bundesländern und dem benachbarten Ausland beeindrucken. Es wird gefragt und gestaunt, überzeugt und inspiriert. Der hautnahe Anschauungsunterricht sorgt für die einzigartige Atmosphäre. Nicht selten setzen die Künstlerinnen vor Ort die Wünsche der Besucher und Kunden kreativ um.

Viel Organisation ist nötig

Die Ausstellerinnen lieben das außergewöhnliche Ambiente im Schatten der großen Bäume auf dem Schlossplatz vor historischer Kulisse in unmittelbarer Nähe zur Zitadelle. Einige von ihnen sind seit vielen Jahren dabei. Der Umgang ist herzlich und freundschaftlich zwischen den Künstlerinnen und den Besuchern.

Wenn für zwei Tage der Schlossplatz vor Besuchern überquillt und sich Ausstellerinnen und Besucher der Marktatmosphäre hingeben können, hat ein bewährtes Organisations- und Helferteam seit Monaten viele Vorarbeiten geleistet. Die Zahl der Bewerberinnen wird jedes Jahr größer, aus denen rund 250 Frauen einen der begehrten Standplätze erhalten. Dabei gelingt es den Veranstaltern immer wieder, eine ausgewogene Mischung aus Bewährtem und Neuem, alten Techniken und modernen Trends zu präsentieren.

Ist die Auswahl getroffen, gilt es, die Standplätze einzuteilen, die Versorgung der Künstlerinnen mit Strom und Wasser zu organisieren, ebenso wie die kulinarische Versorgung und musikalische Unterhaltung der Besucher. Plakate müssen kreiert, gedruckt und verteilt werden, die Medienkampagne gestartet, zahlreiche ehrenamtliche Platzanweiser gefunden, Straßensperren beantragt, Sanitäts- und Sicherheitsdienste beauftragt werden und vieles mehr.

Doch wenn um 11 Uhr der offizielle Startschuss fällt, ist von all der Hektik nichts mehr zu spüren. Die Besucher wandeln entlang der Wege längs und quer über den Schlossplatz, an denen sich Stände um Stände reihen, tauchen ein in die Welt der Kunst von edel bis exzentrisch, die sich durch Originalität, Qualität und ausgefallene Kreativität auszeichnet.

Ob Kunstwerke aus Beton und Glas, Bilder aus Blüten, Accessoires aus Birkenrinde, Walkmode aus eigener Schafhaltung, Körpermalerei, Möbel aus Särgen oder Bücher aus Metall – der Phantasie und künstlerischer Formgebung sind keine Grenzen gesetzt und garantieren den Besuchern eine Fülle von Geschenkideen für sich selbst und andere.

Auch der Abbau gehört dazu

Erst am Sonntagabend, wenn die Künstlerinnen ihre Zelte abbrechen, wird es für das Organisations- und Helferteam noch einmal in einem Endspurt hektisch: die Fahrzeuge zum Beladen müssen geordnet auf und vom Platz gelotst werden, Kabel und Schläuche werden eingerollt, die Bierbänke eingeklappt, die Papierkörbe geleert, Müllsäcke gefüllt, Absperrbänder entfernt, Straßen wieder freigegeben und Vergessenes eingesammelt.

Der 22. Jülicher Kunsthandwerkerinnenmarkt auf dem Schlossplatz in Jülich öffnet täglich von 11 bis 18 Uhr.

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