Vor dem Derby: Beide Teams um Rehabilitation bemüht

Von: hfs./tm
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Jülich. Am neuerlichen Spieltag hatten Lich-Steinstraß und Welldorf-Güsten in Gruppe 3 der Fußball-Bezirksliga ihre „Aussetzer“. Die Germania verlor ihr Heimspiel gegen Brauweiler mit 1:2, und die Grün-Weißen gingen, ebenfalls auf eigenem Platz, mit 2:4 gegen Frechen vom Kunstrasen. Am Donnerstagabend treffen nun die beiden Verlierer im einzigen echten Lokalderby im Möhnewinkel ab 19.30 Uhr aufeinander.

Grün-Weiß Welldorf-Güsten: Dass er trotz einer 2:4-Niederlage viel „zufriedener war als nach dem 6:1-Sieg eine Woche zuvor“, betonte Welldorf-Güstens Coach Winni Ronig nach der Partie gegen Frechen. Grund: „Wir haben doch viel mehr Fußball gespielt. Beide Seiten haben in dieser Hinsicht ein hohes Niveau gezeigt, es wurde beiderseits extrem viel gerannt, gefightet, und vor allen Dingen haben sich beide Mannschaften gute Torchancen heraus gespielt.“

Dass die Niederlage trotzdem ärgerlich gewesen sei, sei keine Frage, führte Ronig seine Analyse fort, in der die entscheidende Szene sich in der 50. Spielminute abgespielt hatte. Da sah der Japaner Takuya Nagae wegen wiederholten Foulspiels die Matchstrafe. „Er hatte vorher Gelb gesehen, so kann man die Entscheidung verstehen“, kommentierte der Coach, ergänzte allerdings, „dass Takuya erst in die missliche Lage versetzt wurde durch einen unnötigen Querpass, den man problemlos über die Außenlinie hätte bugsieren können“. So viel zur Theorie des Fußballexperten, der anschließend erleben musste, dass einige individuelle Fehler „zum dann verdienten Sieg von Frechen führten“. Klar, dass diese Fehler unter der Woche angesprochen wurden.

„Die werden wir nicht mehr machen“, ist Ronig überzeugt. Besonders das nach vorne Preschen bei eigenem Eckball. „Da wird schnell vom Gegner ein Konter gespielt, wie beim 2:3, und dann sieht der Torwart schlecht aus, kann nichts mehr ausrichten.“ So eine Kombination führte in der 68. Minute zum 3:2 für Frechen, bei dem Welldorf-Güsten Keeper Thomas Pietta machtlos war. Mit der Matchstrafe gegen den Japaner bekam das Spiel der Gastgeber einen Dämpfer, der Sechser fehlte insbesondere Julian Schmidt, der auf der gleichen Position auf der rechten Seite bis dahin mit dem Japaner ein gutes Kombinationsspiel gepflegt hatte.

Wie schon in den Paarungen zuvor. Jetzt wird Nagae am Donnerstagabend in der Nachholpartie beim Ortsnachbarn Lich-Steinstraß schmerzlich vermisst, ebenso steht ein großes Fragezeichen hinter dem Einsatz von Gabriele de Benedetto. Fehlen wird auch Abwehrspieler Semir Kovacevic. Trotzdem rechnen sich die Gäste mindestens einen Punkt aus. „Dann würden wir uns unser gutes Torverhältnis, was wir gegenüber unseren Mitkonkurrenten um den Abstieg haben, verteidigen können“, sagt Ronig.

Germania Lich-Steinstraß: Auch gegen GW Brauweiler reichte die personelle Stärke von Germania Lich-Steinstraß nicht. Die Gäste spielten eine Halbzeit überlegen, führten zur Pause 2:1 und verwalteten im zweiten Durchgang das Ergebnis. Mit zwei Spielern aus der Reserve und einem Trainer auf dem Spielfeld konnte Gastgeber Lich-Steinstraß dem nicht genug entgegen setzen.

Die Analyse fällt simpel aus. „Es fehlt personell in der Breite“, stellt Germanen-Trainer Chris Schiefer nüchtern fest. Das wird sich bis zur Sommerpause auch nicht mehr ändern. Bei der Germania haben die Personalplanungen für die nächste Saison begonnen. Bis dahin gilt es, aus den restlichen Spielen genügend Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln. Gegen Brauweiler klappte das nicht, aber es bleiben noch zehn Spiele.

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