Vor dem Bahnsteigbau ein Fahrplantest

Von: ojo
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Jülich. Ob die Rurtalbahn die neue Jülicher Haltestelle „An den Aspen“ bekommt und zu welchem Zeitpunkt, hängt nicht von der Ausschreibung der Lizenz für die Strecke Düren-Linnich ab, sondern „von der noch ausstehenden Testierung der Fahrbarkeit von neuen langsameren Dieseltriebwagen“ und nicht zuletzt von der schriftliche Zusage der Stadt Jülich, den Eigenanteil zur Einrichtung der Haltestelle zu leisten.

Das ist Tenor eines Sachstandsberichts, den die Rurtalbahn GmbH dem Jülicher Bürgermeister und den Ratsfraktionen übermittelte.

Der Bahnbetreiber trat damit der öffentlichen Darstellung entgegen, die Lizenzvergabe sei der Grund, weswegen der für das Jülicher Nordviertel und vor allem zur Anbindung des Schulzentrums wichtige Haltepunkt nicht, wie ursprünglich geplant, schon 2013 realisiert werden könne. Die Rurtalbahn verweist darauf, dass die Stadt ihren Part in dm Projekt bislang nicht verbindlich erfüllt habe.

Bis heute läge die Übernahmeerklärung des Eigenanteils der Stadt – er war angesetzt mit 50.000 Euro – schriftlich nicht vor. Um aber einen Einplanungsantrag beim Nahverkehr Rheinland zu stellen und den Zuwendungsbescheid für 2013 zu erhalten, hätten die Stadt diese Erklärung allerdings bis März 2012 abgeben müssen. Lediglich über Protokolle habe die Rurtalbahn GmbH Kenntnis erhalten, dass der Eigenanteil im Januar 2013 in den Haushalt eingestellt worden seien. Schlussfolgerung der Rurtalbahn GmbH: „Wir sehen kein Verschulden auf unserer Seite, dass die Realisierung d es Bahnsteigbaus in 2013 nicht erfolgen konnte.“

Als neuer Zeitpunkt der Fertigstellung sei Frühjahr 2015 ins Auge gefast worden. Immer vorausgesetzt, der Nahverkehr Rheinland erteilt den entsprechenden Zuwendungsbescheid. Den Antrag dazu hätten die Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren (BTG) und Rurtalbahn (RTB) auf den Weg gebracht, obwohl die Beteligungszusage Jülichs noch ausstand. Darüber sie die Stadt informiert worden.

Im April habe der Nahverkehr Rheinland die angesprochene Testierung gefordert. Wie die Rurtalbahn GmbH erläutert, soll der Nachweis geführt werden, dass der Fahrplan zwischen Düren und Linnich durch den zusätzlichen Haltepunkt nicht so beeinträchtigt wird. Die „guten Übergangszeiten in Düren auf die Regionalexpresslinien“ sollten also nicht aufgegeben werden. Mit dem „spurtstarken“ Regiosprinter und den geplanten Elektrotriebwagen wäre der Fahrplan einzuhalten. „Für neue, moderne Dieseltriebwagen, welche aufgrund der aktuell gültigen Vorschriftenlage veränderte langsamere fahrzeugdynamische Eigenschaften aufweisen, ist eine Bestätigung nicht ohne aufwendiges Prüfverfahren möglich.“

Die Rurtalbahn beteuert in dem Schreiben, weiterhin mit der Stadt die neue Haltestelle einrichten zu wollen. Dazu müsse aber das Prüfverfahren abgewartet werden. Um das Ziel März 2015 zu erreichen, müsse der Nahverkehr Rheinland bis spätestens April 2014 die Mittel bereitstellen.

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