Vom Campus Jülich sollen Impulse in die Region gehen

Von: Kr.
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In einer lockeren Talkrunde stellten (von links) Paul Kurth, Anette Winkler, Volker Uerlings, Prof. Josef Hodapp und Dr. Johannes Mandelartz die Beweggründe für den 1. Unternehmenstag vor. Foto: Kròl
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Reichlich Raum für Gespräche blieb beim 1. Jülicher Unternehmenstag der FH Aachen. Foto: Kròl

Jülich. Nicht von ungefähr führt Jülich als Zusatz „moderne Forschungsstadt“ im Logo. Die Nähe zum Forschungszentrum, zur RWTH und zur FH Aachen mit ihrem Standort Jülich sind Pfunde, mit dem die Kommune gerne wuchert, wenn es um die Ansiedlung neuer Firmen geht.

Viele Unternehmer der Region wissen die Kooperation mit diesen Forschungseinrichtungen zu schätzen und nutzen bereits die vielfältigen Möglichkeiten, die beispielsweise die Fachhochschule in direkter Nachbarschaft bietet. Mit ihren Fachbereichen Chemie und Biotechnologie, Medizintechnik und Technomathematik sowie Energietechnologie steht der Campus Jülich bei zahlreichen Entwicklungen bereits Pate, die in Kooperation mit regionalen Unternehmen erarbeitet worden sind.

„Wir wissen, was wir können und wir möchten das auch nach außen tragen“, sagte Prof. Dr. Josef Hodapp vom Fachbereich Energietechnik, der mit seinen Kollegen vom Solar Campus die Unternehmer der Region zum 1. Jülicher Unternehmenstag in Zusammenarbeit mit unserer Zeitung eingeladen hatte. Rund 100 Vertreter der klein- und mittelständischen Unternehmen waren gekommen, um hier erste Kontakte aufzunehmen, sich zu informieren und auch Netzwerke aufzubauen.

„Die Aufgabe der Fachhochschule ist es, Impulse für die Region zu geben“, sagte Professor Marcus Baumann, Rektor der FH Aachen, der die zahlreichen Gäste auf dem Solar Campus begrüßte. „Was wir hier heute entwickeln, damit soll morgen hier Geld verdient werden“, sagte er weiter und forderte die Anwesenden auf, das große Potenzial, das Forschung, Entwicklung und Lehre an diesem Standort bieten, auch zu nutzen.

Schon jetzt arbeiten zwar Wirtschaft und FH gut zusammen, doch, so fand er, das könne aber noch ausgebaut werden. Deshalb sei es wichtig, mit den Arbeitgebern zusammenzutreffen, um zu erfahren, wohin die Lehre in Zukunft geht. Damit sprach er Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs aus der Seele, denn er vertrat die Hoffnung, dass die jungen Leute, die heute hier ausgebildet werden, ihr Wissen auch hier lassen.

Er stellte kurz das interkommunale Gewerbegebiet vor, das die Gemeinden Niederzier und Titz mit der Stadt Jülich auf der Merscher Höhe planen und das schwerpunktmäßig Unternehmen beherbergen soll, die rund um die Energietechnik arbeiten.

An der Organisation dieser Veranstaltung maßgeblich beteiligt war auch die Industrie und Handelskammer, der das Wohl der Unternehmen am Herzen liegt. „Gründungen sind wichtig für die Region und dazu braucht es auch Wissenschaft, die sich für die Unternehmen öffnet und die Fähigkeit, beides zu vereinen“, erklärte Anke Schweda, Geschäftsführerin „Innovation, Umwelt und Industrie“ der IHK.

Locker sollte dieser erste Unternehmenstag über die Bühne gehen, deshalb stellte Prof. Dr. Christof Schelthoff kurz anhand des Fallbeispiels Liebe dar, dass auch die Mathematik Unternehmer glücklich machen könne. In einer kurzen Talkrunde, die unser Redakteur Volker Uerlings moderierte, stellten Anette Winkler von der Wirtschaftsförderung des Kreises Düren, Paul Kurth (IHK Aachen), Prof. Josef Hodapp (FH Aachen) und Dr. Johannes Mandelartz (Innovationstransfer der FH Aachen) noch einmal die Beweggründe vor, diesen Unternehmenstag ins Leben zu rufen und sich zu beteiligen.

Kurz berichtete Hodapp, wie eine solche Kooperation zwischen Unternehmer und FH aussehen könne, während Mandelartz seine Einrichtung als eine Art Navigationssystem sieht, das die richtigen Leute zum richtigen Thema zusammenbringen könne. Paul Kurth hob noch mal den Standortvorteil hervor, den Unternehmer durch die Nähe zur FH und zum FZJ haben.

An sechs Thementischen, an denen es um Dinge wie industrielle Biotechnologie, Polymerprodukte, Energietechnik, Automatisierung und Antriebstechnik, Digitalisierung und Qualitätsmanagement ging, durften sich die Besucher im lockeren Gespräch informieren, Fragen stellen zu ihren ganz persönlichen Belangen und erste Kontakte knüpfen. Sie konnten sich auch über die Form der Zusammenarbeit informieren und gleich einen Blick in verschiedene Labore werfen.

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