Voll im Jubelstress: KG Rot-Gold Rödingen-Höllen ist stolze 6x11 Jahre alt

Von: jago
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6x11 Jahre KG Rot-Gold Rödingen-Höllen: Zum „jecken Jubiläum“ begeisterte die Gesellschaft ihre Gäste mit einem strahlenden, singenden Prinzenpaar. Foto: Jagodzinska
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Sitzungspräsident Björn Leinesser probte schon einmal seine Rolle als „Zwergenmännlein“ für seine Steffi. Foto: Jagodzinska

Rödingen. „Hätzlich, festlich un met Humor, mer fiere Fastelovend em Jubiläumsjohr“ – ein Motto, das viel verspricht, weist es doch darauf hin, dass ein „jeckes Jubiläum“ ansteht. 6 x 11 Jahre sind es für die KG Rot-Gold Rödingen-Höllen, die den Anlass mit einem großartigen Festprogramm feierte.

Begonnen wurde der Veranstaltungsreigen mit der Großen Jubiläums-Kostümsitzung zum 66. Jahr des Bestehens, zu dem die Rot-Goldenen ein tolles Programm auf die Beine gestellt haben. Es gab niemanden in der Jeckenschar, der sich nicht von der Superstimmung anstecken ließ, als der Elferrat in Begleitung von wunderbar anzusehenden Tanzgruppen zu lautstarker Karnevalsmusik in das Festzelt einzog.

Der ganze Stolz der KG, die Tanzgruppen „Sterne“ und „Mouse“ bewiesen auch sofort mit ihren Darbietungen, dass beim Jubilar hervorragende Jugendarbeit geleistet wird. Wenn bis zu 35 Kinder und Jugendliche zwischen 2 und 15 Jahren dauerhaft aktiv sind, dann muss es einfach stimmen. Im späteren Verlauf des Programms zeigten auch die beiden Solotänzerinnen Aileen und Pia noch einmal ihr großes tänzerisches Können.

Gleich zu Beginn stand mit den Ehrungen verdienter Mitglieder ein Höhepunkt auf dem Programm. Herausragend ist das Engagement von Hans Schüller, der seit 44 Jahren aktiv im Vorstand tätig ist und vor allen Dingen auch dann die Fahne hochhielt, als es der KG nicht so gut ging. Verdientermaßen wurde er mit dem Orden in Gold des Bund Deutscher Karneval ausgezeichnet.

Die Auftaktrede hielt der „Singende Wirt“ Helmut Schröder, der das Publikum beim Mitmachen mit diversen Armbewegungen zum Kufstein-Lied und ähnlichen Weisen nach und nach den „1. Swinger Club Rödingen“ machte. Eine besondere Rolle spielte Sitzungspräsident Björn Leinesser, als er zur Freude seiner Elferrats-Kollegen seine Rolle im Zwergen-Musical mit seiner Steffi pantomimisch darstellen musste.

Pointen als Rohrkrepierer

Einen Tag Freigang hatte anschließend „Ne Blechbroder“ alias Dirk Küster, der mit seinen nicht immer ganz glücklich gewählten Pointen wie „et Merkel, uns lebende Augenbeleidigung“ nur wenige Lacher auslöste. Ein großer Teil der Zuhörer nutzte die Rede klugerweise für eine Zigarettenpause oder den Gang zur Toilette, um auf keinen Fall den folgenden Höhepunkt zu verpassen – den Aufmarsch des Jubiläums-Prinzenpaares.

Eine wahre Begeisterungswelle wogte durch das Zelt, als der Aufzug der KG „Lätitia“ von 1878 Blaue Funken Artillerie Weisweiler Prinz Oli I. (Wirtz) und seine bezaubernde Prinzessin Sarah I. (Schopen) hereinspielte. Ein bisschen kölscher Klüngel zwischen Prinz Oli und Lothar Kerrenis im Vorfeld hatten den bombastischen Einmarsch beschert, der noch getoppt wurde, als das Prinzenpaar, obwohl die Stimme von Prinzessin Sarah etwas angeschlagen war, voller Begeisterung sang „Mir sinn wie mir sinn, mir Jecke us Rön, rut un jold, wo mer stolz drop sinn.“ Im Zelt waren sich die Jecken anschließend rasch einig: So muss Karneval sein.

Was man unter „Einheizen“ versteht, zeigte die Musiktruppe „Stabelsjeck“. Mit dem Intro zum Rocksong „Smoke on the Water“ fetzten sie richtig los, aber auch Schunkeln hat die Eschweiler Band bestens drauf. Wenn man Jubiläum feiert, ist es so gut wie programmiert, dass die KG mit dem Programm zeitlich in Verzug gerät. Obwohl man schon eine halbe Stunde dem Plan hinterher jagte, schloss sich Sitzungspräsident Börn Leinesser der Forderung der Jecken im Zelt nach einer zweiten Zugabe an und lag damit vollkommen richtig.

Die „Nothberger Fanfaren“ hielten den Schwung hoch und die Männer der Showtanzgruppe „Rurhöpper“ aus Tetz wurden für ihre begeisternde Choreographie mit Jubelstürmen gefeiert.

Karneval ohne kölsche Tön ist unvorstellbar. „Zollhuus Colonia“ ist eine der echten Powergruppen, wenn es darum geht, Top-Stimmung in noch größere Höhen zu treiben. Es war faszinierend zu beobachten, wie in diesen Momenten selbst Mönchenglacher zumindest kurzzeitig einen kleinen Kölner in sich entdeckten.

„Husaren, Husardinchen, stellt euch op zum Danz“, lautete zu später Stunde das Kommando, mit dem die Freunde vom Husaren Korps Manheim ein grandioses Spektakel tänzerischer Extraklasse auf die Bühnenbretter legten. Die letzten Reserven der karnevalsbesessenen Festzeltbesucher wurden mobilisiert, als zum Abschluss die Vollblutmusiker „Krageknöpp“ einheizten, schlapp machen galt an diesem Abend einfach nicht.

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