Jülich - Volksbund: Frieden schätzen lernen und in Zukunft sichern

Volksbund: Frieden schätzen lernen und in Zukunft sichern

Von: ptj
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Eröffnung der Haus- und Straßensammlung des VDK in Jülich: Zum kleinen Kreis zählen neben SPD-Ratsmitglied Harald Garding auch Oberstleutnant Johann Schnell, Leiter des Mechatronikzentrums, Bürgermeister Heinrich Stommel und FDP-Stadtverbandsvorsitzender Windfried Cremerius. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Versöhnung über den Gräbern - Arbeit für den Frieden”, lautet der Leitspruch des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VDK), dessen Haus- und Straßensammlung Bürgermeister Heinrich Stommel auf dem Jülicher Marktplatz eröffnete.

Zur Seite standen ihm dabei die Leiterin des Bürgermeisterbüros, Silvia Hamacher und ihrer Tochter sowie der Leiter des Jülicher Mechatronikzentrums, Oberstleutnant Johann Schnell. Die politischen Fraktionen waren diesmal nur durch den FPD-Stadtverbandsvorsitzenden Winfried Cremerius und SPD-Ratsmitglied Harald Garding vertreten.

Stommel betonte in seiner Eröffnungsrede die immer wichtiger werdende Aufgabe der Sammler, die Jahr für Jahr für den VDK unterwegs sind, denn: „Immer weniger Menschen können aus eigenem Erleben von den Schrecken der Kriege berichten. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die jungen Menschen in unserem Land von diesen Schrecken erfahren, damit sie den Frieden schätzen und ihn auch in Zukunft sichern”. Aufgabe des VDK ist die Erfassung und Pflege der zum Teil riesigen Gräberfelder deutscher Kriegstoter aus beiden Weltkriegen im Ausland.

Ferner betreut der Volksbund in Fragen der Kriegsgräberfürsorge Angehörige, berät öffentliche und private Stellen und unterstützt die internationale Zusammenarbeit. Zur Wissensvermittlung um die leidvolle Geschichte Deutschlands und seiner Nachbarn betreibt der Volksbund eine intensive Jugendarbeit.

So sind auch die Spenden bestimmt für den Ausbau der VDK-Jugendbegegnungsstätte im niederländischen Ysselsteyn, einem deutsch/niederländischen Begegnungsort, und für die Kriegsgräberstätte in Kursk in der Russischen Förderation, die in diesem Jahr eingeweiht wird.

Der VDK ist im Auftrag der Bundesregierung tätig, lediglich zehn Prozent der Kosten entstammen allerdings öffentlichen Mitteln von Bund und Ländern. Die immens wichtigen Spendengelder decken hiermit die humanitäre Arbeit des „Brückenbauers” Volksbundes zu 90 Prozent. Die Haus- und Straßensammlung in Jülich dauert bis zum 16. November.
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