Jülich - Vokalensemble „Cappellissimo“ begeistert in der Propsteikirche

Vokalensemble „Cappellissimo“ begeistert in der Propsteikirche

Von: ptj
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Brillierte zum dritten Mal in der Propsteikirche: Einfühlsam stimmt das von Frank Gössel dirigierte Vokalensemble „Cappellissimo“ auf die Weihnachtszeit ein. Foto: Jagodzinska

Jülich. „In uns soll Weihnacht sein.“ Dieser Refrain, den das renommierte Vokalensemble „Cappellisimo“ in seinem Adventschoral „Es naht ein Licht“ ahnungsvoll interpretierte, bringt das Ansinnen der gesamten „Matinee zur Marktzeit“ in der voll besetzten Propsteikirche auf den Punkt.

„Ich warte auf Gott. Gott wartet auf mich. Und manchmal treffen wir aufeinander“ , so drückte es Ensemble-Leiter Frank Gössel in seiner kleinen Besinnung inmitten des Matinee-Repertoires aus. Ferner hob Gössel die „eigene Sinfonie des Advent“ mit ihren typischen Klängen wie das „Walnussknacken“ oder das Klingen eines Glassterns, der die Fensterscheibe berührt, hervor.

Zum dritten Mal gestaltete das erstklassige Vokalensemble die beliebte Veranstaltungsreihe „Matinee zur Marktzeit“. Dem Jülicher Publikum sind die acht befreundeten Vokalisten auch bereits durch verschiedene Konzerte in der Kirche „Heilige Maurische Märtyrer“ in Bourheim bekannt.

Vier- bis achtstimmig

Das Ensemble brillierte mit vier- bis achtstimmigen Werken aus den Musikepochen von der Renaissance bis zur Gegenwart, die sich durch eine intensive solistische Komponente auszeichnen. Ältestes Stück war der feierliche Choralsatz „Komm, du Heiland aller Welt“. Die altkirchliche Melodie stammt von Martin Luther, das Arrangement von Lukas Osiander (16. Jahrhundert).

Von der Aussage ähnlich ist die Choralkantate „Nun komm, der Heiden Heiland“, die Johann Sebastian Bach 1724 in Leipzig für den ersten Advent komponierte. Die beiden lateinischen Adventmotetten „Prope est Dominus“ (Der Herr ist nahe) und „Rorate caeli desuper“ (Tauet Himmel, von oben) stammen von Josef Rheinberger aus dem 19 Jahrhundert.

Das einzige englischsprachige Lied ist das von Gustav Holst (19. Jahrhundert) vertonte Gedicht „In the bleak mid-winter“ (Mitten im düsteren Winter), das sich zu einem beliebten „Carol“ (Weihnachtslied) entwickelte. Altbekannte deutschsprachige Adventslieder rundeten das Repertoire ab, darunter „Maria durch ein Dornwald ging“ in einer Bearbeitung von Romano Giefer, der 1971 geboren wurde.

Kräftiger Applaus und etliche Münzen und Scheine in den Sammelkörben belohnten den ausgezeichneten Vortrag der Vokalisten, die „sehr gerne in dieser Kirche singen“.

Kantor Christof Rück sprach zudem den „treuen Besuchern“ in der letzten „Matinee“ des Jahres seinen Dank aus.

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