Viele unterschiedliche Weg führen zur Gesundheit

Von: ptj
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Krankenhäuser aus Jülich und Linnich nehmen an Gesundheitsmesse teil: Links werden lymphologische Kurzzugverbände angelegt, rechts findet eine Ernährungsberatung mit Messung der Blutzuckerwerte statt. Foto: Jagodzinska

Jülich. „Ganzheitlich” und „Energiefluss” lauteten die Zauberworte der zweitägigen Jülicher Gesundheitsmesse im Brückenkopf-Park. Sie bildeten den gemeinsamen Nenner der Mehrzahl der Anbieter, die mit 18 Informationsstände im Glashaus vertreten waren.

Vorträge und Workshops

„Dass der Mensch nicht nur denkt, sondern in die Entspannung kommen kann, sich im Ganzen wieder wahrnimmt”, will Lebensberaterin Anita Hinßen zum Beispiel mit Meditation und Energiearbeit bewirken. „Mental ganzheitlich erfassen”, dafür plädiert auch Heilpädagogin Maria Hintzen-Eßer.

Sie zählt zu der Reihe von Referenten, die an beiden Veranstaltungstagen im Pulvermagazin Vorträge hielten und Workshops anboten. Spezialisiert ist sie auf die mentale Aktivierung bei Hirnleistungsstörungen und die Verbesserung der Lebensqualität im dreidimensionalen Raum.

Auch gehirngerechte Ernährung sorgt für geistige Vitalität. So schenkte Norbert Esser den Besuchern einen Extrakt aus gereiften Früchten als „funktionales Nahrungsmittel” ein, „das sättigt und nicht überdosiert werden kann”.

Zu den zahlreichen Heilpraktikern zählte Ralf Schmitz aus Barmen. Sein Spezialgebiet ist Tai Chi Chuan. „Das ist Meditation in Bewegung, auf höherer Ebene gehört es zu den Kampfkünsten”, erklärte er. Sigrid Bourquin hingegen bot Qigong-Kurse an: „Qi ist die Körperenergie, Gong das fleißige Üben mit Qi, um Selbstheilungskräfte freizusetzen. Dazu gehört die Vorstellungskraft, um das Qi bis in die äußersten Spitzen des Körpers zu leiten und eventuelle Blockaden zu lösen”, verdeutlichte sie Unterschiede zwischen den chinesischen Bewegungsmethoden.

Réné Eck trat für eine berufsbegleitende Ausbildung zum Heilpraktiker in seiner Heilpraktikerschule in Tetz ein. Ziel sei „die Vermittlung umfangreichen schulmedizinischen Wissens für die bundesweit einheitliche amtsärztliche Überprüfung”. Der Beruf des Heilpraktikers werde unterschätzt.

Die Floßdorfer Heilpädagogin Ulrike Wiesler will „den Menschen als Ganzes sehen und ihn dort abholen, wo er steht”. Sie setzt auf die „neue punktuelle Schmerz- und Organtherapie” (NPSO) nach Rudolf Siener und referierte auch darüber.

Hierbei handelt es sich um ein zusammenhängendes energetisches Reflexzonentherapiesystem, anzusiedeln zwischen den Alternativmedizinen Akupunktur und Neuraltherapie. Neben der alten indischen Philosophie Yoga und der japanischen Selbstheilungsmethode Reiki wurde auch das durch den Geist kontrollierte Muskeltraining Pilates vorgestellt und Massagen wie die thailändische Methode „Ayurveda” oder Klangmassagen.

Unter anderem warb Carolin Prizrenac für „tantrische Massagen als ganz großes Erfahrungsfeld der Sinne mit ganz großer Heilungskraft”. Hierbei sind sowohl „Empfänger” als auch Spender nackt, denn es sei wichtig, „ganz natürlich mit dem Thema Nacktheit umzugehen”.

Mit Ernährungsberatung befassten sich die Krankenhäuser St. Elisabeth Jülich und St. Joseph Linnich. Letzteres behandelte schwerpunktmäßig die Ernährung bei Diabetes mellitus und maß die Blutzuckerwerte. Besonders interessant waren Demonstrationen lymphologischer Kurzzugverbände bei Lymphödemen und nach Lymphdrainagen zur Verringerung des Ödems.

Nicht zuletzt präsentierte „Yoga und Netzwerkfrau” Gabriele Kiesel das im KuBa angesiedelte Frauennetzwerk mit all seinen Gestaltungsmöglichkeiten.
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