Viele musikalische Leckerbissen beim Matinéekonzert in der Klosterkirche

Von: rb
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Die Overbacher Camerata mit Kerry Jago an der Tonorgel im Vordergrund sowie im Hintergrund das Bläserquartett „Overbrass“ bereicherten die letzte Sonntagsmatinée 2014 mit ihrem Spiel. Foto: René Blanche

Barmen. Ganz im Zeichen der „herbstlichen Farbenpracht des Barocks“, so auch der Titel der traditionsreichen Veranstaltung, stand die letzte Overbacher Sonntagsmatinée des Jahres 2014. Auf ein weiteres Jahr mit lauter musikalischen Höhepunkten sowie stets gut gefüllten Reihen in der Overbacher Klosterkirche können die jungen Musiker nun zurecht stolz zurückblicken.

Immer zur jeweiligen Jahreszeit passend wurden den vielen Stammgästen der Reihe, fein abgestimmte musikalische Leckerbissen dargeboten, an die man sich gerne erinnert. So wie es im Frühling dieses Jahres öfter thematisch um die Liebe ging, beschäftigte man sich am vergangenen Sonntag mit dem Herbst und wählte dazu Stücke aus, die die saisonale Farbenpracht widerspiegelten.

Einmal mehr führte Kerry Jago, der Leiter der Overbacher Singschule, charmant durch das Programm und präsentierte den begeisterten Zuhörern zum einen das vierköpfige Bläserensemble „Overbrass“ sowie die Overbacher Camerata, bei deren Darbietung er selbst die Tonorgel spielte. Von ihm erfuhr man über die Komponisten der gespielten Werke Bach, Händel, Loeillet, Wassenaer und Castrucci, in den kurzen Pausen zwischen den Stücken Interessantes wie Wissenswertes. So war Jean-Baptist Loeillet als barocker Flötist und Komponist in England derart erfolgreich, dass man ihm, dem gebürtigen Franzosen, den Namen „The London-Loeillet“ gab.

Auch auf Georg Friedrich Händel, erhoben die Engländer des 18. Jahrhunderts Anspruch und machten den weltberühmten Komponisten während seiner Zeit in London zu ihrem „George Fidreric Handel“. „Overbrass“ und die Overbacher Camerata setzten mit ihrem versierten wie lebhaften Spiel einen würdigen Schlusspunkt unter die Matinée-Saison und beeindruckten die gebannten Zuhörer einmal mehr mit dem hohen künstlerischen Niveau ihrer Darbietung. Dass die Anzahl der Stammgäste im nächsten Jahr weiter steigen wird und man häufiger zusätzliche Stühle herbeischaffen muss, um allen Gästen einen Sitzplatz zu bieten, ist nach dieser konstanten wie beeindruckenden Leistung zu erwarten. Und so verabschiedete man die Overbacher Musiker mit einem nicht enden wollenden Applaus in die hoffentlich kurze Winterpause.

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