Viele Frauen mit tollen Stimmen im KuBa

Von: ls
Letzte Aktualisierung:
Zum Abschluss des NoiseLess-Ko
Zum Abschluss des NoiseLess-Konzerts stimmten alle Sängerinnen zusammen mit „So this is Christmas” auf den Advent ein. Foto: Schmidt

Jülich. Ein gemütliches Frühstück am ersten Adventssonntag, begleitet von gesanglichen Darbietungen Jülicher Frauen - das war für viele eine sehr reizvolle Kombination. Und so waren die Karten für das NoiseLess-Frühstück im Kuba schnell ausverkauft.

Verwunderlich war es nicht, denn beim ersten „weiblichen” NoiseLess-Frühstück im Dietrich-Bonhoeffer-Haus im Juli mussten 200 Besucher weggeschickt werden, weil der Platz nicht reichte. Nun hatte das KuBa seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, und so konnte ein weiteres NoiseLess-Konzert mit den Jülicher Frauen angeboten werden.

Bei den NoiseLess-Konzerten, erklärte Organisatorin Virginia Lisken, stehen Menschen auf der Bühne stehen, die vorher zum Teil noch nie dort gesungen oder gespielt haben. Ihr war irgendwann der große Männeranteil bei diesen Konzerten aufgefallen. „Es gibt doch bestimmt auch viele Frauen in Jülich mit eine tollen Stimme”, sagte sich Virginia Lisken. Damit entstand das Projekt „Raise your voice”. Frauen aus Jülich und Umgebung bekamen die Möglichkeit, sich auf einem Podium darzustellen und ihre Lieblingslieder zu präsentieren. Ratschläge und musikalische Unterstützung erhielten sie im Vorfeld von Virginia Lisken und der Logopädin Ellen Gürtler. Nach dem großen Erfolg des ersten „weiblichen” NoiseLess-Konzertes hatten die Frauen nun zum zweiten Mal ihren großen Auftritt.

Mehr als 100 Musikinteressierte nahmen daran teil. Sie fanden einen Frühstücksraum vor, der passend zum ersten Advent in Rot dekoriert war. Bei dem vielfältigen Büfett blieb kein Besucher hungrig und durstig.

Virginia Lisken eröffnete das Konzert mit kurzen Erklärungen. Alle Sängerinnen wurden auf der Gitarre begleitet und teilweise mit dem Cajon (Jo Lisken). Der Gitarrist und „Quotenmann” Reinhold Spang übernahm die musikalische Begleitung der ersten vier Sängerinnen. Den Anfang machte Petra Münch mit dem selbstbewussten „The way I am” und „Je t´aime à mourir” gefolgt von Anette Fischer mit „You´ve got a friend”.

Mit „Sie kann es besser als das Original” wurde Jennifer Müller angekündigt. In der Tat klangen ihre Darbietungen von „Rolling from the deep” und von „The one and only” stimmgewaltiger als die der Sängerin Adele. Nach der tollen Vorstellung gab Shizue Matsubara eine sehr emotionale und mitreißende Version von „Here comes the rain again”.

Nun übernahm Manuela Riedel die musikalische Begleitung auf der Gitarre und eröffnete die zweite Runde selbst. „Expecting to fly” von Neil Young war ihr erstes Lied, dem sie „Nobody knows” von Bessie Smith folgen ließ. „Thank you for the music” wurde von Kerstin Büsker sehr überzeugend interpretiert - die Zuhörer gewannen den Eindruck, dass das Lied nicht für ABBA, sondern nur für sie geschrieben worden war. Die vierte Sängerin der zweiten Runde, Beate Wolf-Coenen, kündigte im Voraus an, erkältet zu sein, doch das war ihrem Gesang nicht anzumerken. Sie widmete „Aint no sunshine” ihrer Freundin. Ein wunderbares „Beautiful child” von Fleetwood Mac sang Bettina Sohnius-Lüpertz. Zum Abschluss der zweiten Runde sang Sonja Jenkner den einzigen deutschsprachigen Beitrag, das sie „zu ihrem Lied gemacht hat”, wie Virginia Lisken ankündigte. Das war nicht zu viel versprochen, denn „Mein Leben” von Nena schien perfekt auf Sonja Jenkner zugeschnitten zu sein.

Die eigentlich geplante kleine Pause wurde kurzerhand ausgelassen, um den musikalischen Fluss nicht zu unterbrechen. Im dritten Teil des NoiseLess-Konzertes griff Virginia Lisken zur Gitarre und begleitete sich zunächst selbst. „Mama, das Lied ist für dich”, widmete sie den Song aus dem Musical „Grease” . Beim zweiten Beitrag erhielt sie stimmliche Unterstützung von ihrer Tochter Alison, die am Vortag den 7. Geburtstag gefeiert hatte. Gebannt lauschten die Zuhörer und spendeten besonders viel Beifall. Ebenfalls im Duett traten Gisa Stein und Nicola Wenzl, ans Mikrofon. Sie hatten sich zwar als Solisten kennengelernt, singen aber seit einiger Zeit zusammen. Sie interpretierten Pink Floyds „Wish you were here”, „Twist in my sobriety” von Tanita Tikaram, „Summerwine” und als Krönung „Mad world”. Virginia Liskens „persönliche Soul-Band” Simone Dorau-Schweika sang die Ballade „Cest la vie” und das von ihr als „Weihnachtslied” deklarierte „Walking in the air”.

Eine ruhige Stimmung verbreitete anschließend Linda Lanzrath mit „Womans heart” und dem „etwas hoffnungsvolleren”, wie sie selbst lächelnd sagte, „Rhymes and reasons” von John Denver. Als letzte Solistin kam Christa Dohmen auf die KuBa-Bühne. Sie hat bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Gruppen musiziert, und das war ihrer umwerfenden Version von „You raise me up” deutlich anzuhören.

Nach all den wunderbaren Darbietungen konnte wohl jeder Besucher Virginia Lisken beistimmen: „Es gibt viele Frauen mit tollen Stimme in Jülich, jetzt wissen Sie es!”. Die Organisatorin hatte passend zum ersten Advent etwas Besonderes vorbereitet.

Alle 14 Sängerinnen und Gitarrist Reinhold Spang gingen noch einmal auf die Bühne und sangen gemeinsam das Weihnachtslied „So this is Christmas” von John Lennon - ein sehr bewegender Abschluss des zweiten „weiblichen” NoiseLess-Frühstücks.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert