Via Belgica: Architektur stößt auf Kritik

Von: gep
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Noch in der Fertigstellung: Die Mansio der Via Belgica an der B 56 mit Informationspavillon, Parkbuchten und Sitzbänken, umsäumt von Apfel-, Birnen- und Nussbäumen. Foto: gep

Aldenhoven. Eine Weidehütte aus Beton an der Bundesstraße 56? Die Architektur des rheinischen Millionenprojektes „Erlebnisraum Römerstraße“ in Gestalt der neuen Via-Belgica- Mansio (lat. Raststätte) an der B56 stößt im Rat der Gemeinde Aldenhoven auf Kritik.

Von einem Pavillion könne wohl kaum die Rede sein, sagte mit Blick auf das errichtete Beton-Gebilde Dieter Froning (Freie Wählergemeinschaft/FWG). Und Wolfgang Klems (CDU) monierte, dass der Info-Pavillon kein tauglicher Wetterschutz sei und offen zur Hauptwindrichtung sei. Auch nach Ansicht von Baudezernentin Anita Klotz ist die architektonische Ausgestaltung „Geschmackssache“.

Sie verwies darauf, dass die Mansio-Gestaltung Ergebnis eines Wettbewerbs und einer Ausschreibung unter Federführung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) sei, der dieses Projekt mit 18 Kommunen, darunter Aldenhoven und Jülich realisiert. Errichtet werden sechs Mansiones entlang der ehemaligen Römerstraße.

Das Teilstück der Via Belgica auf Aldenhovener Gemeindegebiet – neue Mansio, ausgebauter Radweg auf der antiken Trasse, Hinweistafeln auch zu anderen Baudenkmälern – ist mit 500.000 Euro veranschlagt. Den Großteil finanzieren die EU und das Land NRW. Aldenhoven selbst wendet 50.000 Euro auf, hinzu kommen 25.000 Euro von der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH. Nach Angaben von Klotz wird der Kostenansatz vermutlich um insgesamt 40.000 Euro unterschritten. Doch für Froning ist das Projekt „enorm teuer“. Und Klems meinte: „Das Geld hätte man besser gespart.“

In der Nähe der Mansio sind kürzlich Reste einer großflächigen römischen Raststätte entdeckt worden, die erste an dieser Trasse zwischen Köln und der französischen Atlantikküste.

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