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VHS Jülicher Land: Neues Programm, neue Kurse

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Altes Rathaus, Marktplatz 1 in Jülich: Die Macher der VHS und die Vertreter der Kommunen. Rechts im Bild VHS-Leiter Günter Vogel.

Jülich. Weiterbildung für Aldenhoven, Jülich, Linnich und Titz wird großgeschrieben bei der Volkshochschule (VHS) Jülicher Land. Aber wie wird richtig betont? Im Radio laufen zur Zeit wieder Werbespots mit Jürgen Becker und Herbert Knebel.

Da geht es darum, ob es Volkshochschule heißt oder Volkshochschule, im Radio mit der Betonung auf „Volks“ oder „hoch“. Egal, meinen beide, Hauptsache, die Leute gehen hin.

So sieht es auch die VHS Jülicher Land, deren Programm jetzt vorliegt – sowohl im Heftformat in den bekannten Auslagestellen in Aldenhoven, Jülich, Linnich und Titz, aber auch in digitaler Form unter www.juelich.de/vhs.

Einen Vorläufer der VHS gab es bereits mit der Humboldt-Akademie in Berlin, die durch Max Hirsch ( 1832 - 1905), einen Pionier der Volksbildung, gegründet worden war, aber auch 135 Jahre später ist Weiterbildung von Vorteil, vor allem in einer Welt, die zusammenrückt, auch sprachlich.

Wenn die wichtigen Sprachen nur unzureichend beherrscht werden, kann das Folgen haben, im besten Fall lustige: So wurde in einem Restaurant in Montreal auf einer Speisekarte angeboten: „Saumon fumé et avocat au pamplemoussé rosé“. Die Übersetzung für deutsche Touristen lautete: „Räucherlachs und Rechtsanwalt rosa Grapefruit“.

Natürlich gab es keinen Advokaten zum Räucherlachs, aber statt sich auf Internet-Übersetzungen zu verlassen, die Juristen – statt Avocados – als Tagesmenü anbieten, empfiehlt die VHS nachdrücklich Sprachkurse oder andere Weiterbildungen, um unfreiwillig komische Situationen zu vermeiden. Zugegebenermaßen haben es Kanadier bis ins Jülicher Land etwas weiter, aber die Menschen vor Ort sind schnell und unkompliziert bestens versorgt, nicht nur mit dem umfangreichen Sprachangebot.

Daneben gibt es eine Fülle weiterer Kurse aus den Bereichen „Mensch und Gesellschaft“, „Arbeitswelt und Beruf“, „Gesundheit und Kreativität“. Im Bereich „Schulabschlüsse“ startet nach den Sommerferien ein neuer Lehrgang. Wer sich dafür interessiert, den Schulabschluss bis zur sogenannten „mittleren Reife“ nachzuholen, sollte sich aber jetzt schon nach einem Platz erkundigen.

Anmeldungen zu den Kursen, die im Wesentlichen ab Februar beginnen – in einigen Fällen aber auch früher – sind ab sofort möglich. Die Geschäftsstelle im Alten Rathaus, Marktplatz 1 in Jülich, nimmt diese unter Telefon 02461 / 63-19/20/31 entgegen. Anmeldungen sind selbstverständlich auch online machbar oder ganz „altmodisch“ persönlich oder per Post. Wie auch immer: Eine Anmeldung auf „alte“ Art und Weise oder mit neuen Medien: Der Weg zur VHS lohnt sich immer.

Wie VHS-Leiter Günter Vogel erläutert, leistet die Weiterbildungseinrichtung im Jahr rund 14.000 Unterrichtsstunden. Etwa 120 (freie) Dozenten unterrichten rund 5500 Teilnehmer. Die jährlichen Ausgaben liegen bei etwa 600.000 Euro. Etwa 220.000 Euro erbringt das Land NRW. 98 000 Euro zahlt die Stadt Jülich, insgesamt 45.000 Euro bringen die anderen Kommunen auf.

Der Rest entfällt auf Teilnehmergebühren und auf die Sonderförderung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), in dessen Auftrag die VHS etwa Deutsch-Kurse für Zuwanderer durchführt. Um Mittel des Landes, das etwa das Nachholen des Haupt- oder Realschulabschlusses an einer VHS direkt fördert, und des BAMF erhalten zu können, muss sich die VHS zertifizieren lassen, zuletzt mit Erfolg im Mai 2013.

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