VHS Jülicher Land: Die Kooperation hat sich bestens bewährt

Von: Kr.
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Zufrieden mit der VHS Jülicher Land, die sich vor drei Jahren zusammengeschlossen hat, zeigten sich (v. l.) Jürgen Frantzen (Titz), Ralf Claßen (Aldenhoven), VHS-Leiter Günter Vogel, Heinrich Stommel (Jülich), Claudia Schotte und Wolfgang Witkopp (Linnich). Foto: Kròl

Jülich. Druckfrisch liegt das Programm der Volkshochschule Jülicher Land für die zweite Jahreshälfte auf dem Tisch und informiert wieder ausführlich über Vorträge, Einzelveranstaltung und Kurse. Umfassend ist das Programm.

Es reicht von Kultur- und Kreativangeboten über Sport und Gesundheit bis hin zu Themen wie Mensch und Gesellschaft sowie Fort- und Weiterbildung im Bereich Arbeitswelt. Darüber hinaus wird die Möglichkeit geboten, Fremdsprachen von Englisch über Französisch bis hin zu Türkisch und Chinesis   ch zu erlernen oder Kenntnisse zu vertiefen. Schulabschlüsse können ebenfalls bei der VHS Jülicher Land nachgeholt werden. Ein weiterer Baustein in der Erwachsenenbildung sind die Integrationskurse für Menschen mit Migrationshintergrund. Immer stärker nachgefragt wird aufgrund der derzeitigen Flüchtlingssituation Deutsch für Ausländer.

Interkommunale Zusammenarbeit

Doch ehe Anfang September wieder der Betrieb aufgenommen und ins neue Semester gestartet wird, setzten sich die Bürgermeister der Gemeinden Titz und Aldenhoven sowie der Städte Jülich und Linnich noch einmal zusammen, um die VHS Jülicher Land aus Sicht der interkommunalen Zusammenarbeit zu beleuchten. Seit drei Jahren gibt es die VHS Jülicher Land, in der sich die vier Kommunen zusammenschlossen. Dieser Zusammenschluss, so stellten Ralf Claßen (Aldenhoven), Wolfgang Witkopp (Linnich), Jürgen Frantzen (Titz) und Heinrich Stommel (Jülich) zufrieden fest, hat sich bewährt und soll in gleicher Weise fortgeführt werden.

Die Trägerschaft der VHS liegt bei der Stadt Jülich, wo Günter Vogel weiterhin mit der Leitung betraut ist. Er umriss kurz Sinn und Zweck der Zusammenlegung, die seiner Meinung nach für alle nur Vorteile bringe. Versorgungsnahe Angebote werden den Bürgern anboten, auch wenn manche Kurse aufgrund geringerer Teilnehmerzahlen in Jülich belassen wurden. Mit der Unterbringung der VHS in der ehemaligen Realschule Jülich seien zudem die Rahmenbedingungen verbessert worden. „Weiterbildung ist ein kostbares Gut. Sie hat ihren Preis, doch jeder sollte daran teilhaben können“, sagte Vogel. Durch die Zusammenarbeit der Kommunen könne die Bildungseinrichtung mehr für weniger Geld leisten.

VHS spürt die Flüchtlingswelle

Vogels Stellvertreterin Claudia Schotte, zuständig für den Bereich Sprachen, Integration und Schulabschlüsse, sagte, dass sich die Flüchtlingswelle auch in der VHS bemerkbar mache. Verstärkt würde nach Deutschkursen gefragt und man versuche, allen zu helfen. In der nächsten Zeit beginnt ein Deutschkurs, der von der Bezirksregierung gefördert wird. Ansonsten versuche man, die Interessenten in den übrigen Deutschkursen unterzubringen.

Zufrieden zeigten sich auch die Vertreter der Kommunen mit der Kooperation. Ralf Claßen regte an, die sozialen Medien zu nutzen, um auf diesem Weg auch junge Leute zu erreichen. Er bedauerte, dass die Aldenhovener Teilnehmerzahlen nur gering seien und regte deshalb eine verstärkte Werbung in seiner Kommune an. Außerdem, so schlug er vor, sollte es Broschüren für die Integrationskurse in türkischer Sprache geben.

Zufrieden äußerte sich auch Wolfgang Witkopp. Die Linnicher Bürger seien es auch in der Vergangenheit gewöhnt gewesen, für Bildungsangebote nach Jülich zu fahren. Kostengünstig sei die Kooperation für seine Stadt bei einem gleich guten Angebot. „Die VHS Jülicher Land hat Leuchtturmfunktion und ist ein gutes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit“, meinte er. Er erinnerte daran, dass es in seiner Stadt einen Spendentopf für Flüchtlinge gebe, um die Sprachkurse zu finanzieren.

Bewährtes wurde erhalten

Auch sein Kollege Jürgen Frantzen lobte die gute Zusammenarbeit. „Hier wurde auf ein gut funktionierendes System aufgebaut und Bewährtes erhalten.“ Auch Bürgermeister Heinrich Stommel sieht die VHS Jülicher Land auf einem guten Weg und schaut zuversichtlich in die Zukunft.

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