Jülich - Verwässerte Sommerkirmes: Schausteller beklagen Publikumsschwund

Verwässerte Sommerkirmes: Schausteller beklagen Publikumsschwund

Von: mio
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Mara und Flynn hatten Spaß auf dem „Star Breaker“, während die Schausteller eher Trübsal bliesen. Foto: Otto

Jülich. „Wow, ist das hoch“, rief die siebenjährige Mara aus, während sich ihr Gefährt des „Star Breaker“ immer höher über die Köpfe der Besucher der Jülicher Sommerkirmes hob. Auch Mitflieger Flynn (6) winkte begeistert in Richtung Oma Wilma Nitschke.

Jedoch hatten die beiden Kinder das Fahrgeschäft bis auf einen weiteren Jungen ganz für sich allein. Die Besitzer der Fahrgeschäfte hatten während der Sommerkirmes eher weniger zu lachen. „Ich rechne damit, dass die Einnahmen gerade so die Betriebskosten decken“, sagte Danny Wilzewski, der Besitzer der Ballwurfbude „Point“, in Richtung des fast leeren und verregneten Schlossplatzes. Doch nicht nur wegen des Regens füllten sich die Kassen der Schausteller nicht so wie erhofft.

„Es kommen immer weniger Eltern mit ihren Kindern, die Stadt Jülich macht viel zu wenig Werbung, es gibt in Jülich zu viele Veranstaltungen und auch die allgemeine Freizeitgestaltung hat sich seit Handy, Computer und Fernseher stark verändert“, zählte Wilzewski die Gründe für die niedrigen Besucherzahlen auf. Noch ist sich der Inhaber von mehreren Attraktionen nicht sicher, ob er nächstes Jahr erneut an der Traditionskirmes teilnehmen wird. Darüber hinaus habe er beobachtet, wie ein Stand, der Kleidung und Ähnliches verkauft, am Samstagmittag schlichtweg aufgab und abbaute, sagte er weiter.

Auch Ralf Meurer, der Besitzer des „Star Breaker“, ist unzufrieden: „Über die Jahre kommen immer weniger Besucher“, schilderte er und führte fort: „Auch Fahrgeschäfte, die nicht nur für Kinder sind, wurden in den vergangen Jahren nicht angenommen und sind deswegen auf der Sommerkirmes nicht mehr zu finden.“ Dem schloss sich Wilzewski: „Selbst wenn wir die Öffnungszeiten bis in den späten Abend verlängern würden, nutzt das wenig. Sobald die umliegenden Geschäfte schließen, verschwinden die Besucher und die Kirmes ist eigentlich vorbei.“

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