Versammlungsstätte auf Jülicher Stadtwerke-Grundstück?

Von: Volker Uerlings
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Der Grundriss des Stadtwerke-Grundstücks an der Ecke Vogelstange/Große Rurstraße ist fast 8300 Quadratmeter groß. Abbildung: Stadtwerke

Jülich. Das Grundstück der Stadtwerke Jülich am Stadteingang ist so etwas wie ein ungeschliffener Diamant. Denn das heute zweckmäßig bebaute große Areal in ziemlich guter Lage hat das Zeug zu mehr – in jeder Hinsicht. Genau das könnte in etwa drei Jahren geschehen.

Der Stadtrat Jülich hat dafür Ende Mai in nichtöffentlicher Sitzung grundsätzlich die Weichen neu gestellt. Mit der einstimmigen Entscheidung haben die Kommunalpolitiker das Grundstück von Bau- und Nutzungsbestimmungen befreit, die im Jahr 2008 beschlossen worden waren. Auf der Fläche soll nun nicht mehr „großflächiger Einzelhandel“ entstehen.

Über diesen nichtöffentlichen Beschluss informierte die Stadtverwaltung Jülich auf Anfrage unserer Zeitung. Statt dessen sollen die Stadtwerke nun „ihre Planungen“ zur Nutzung des Grundstücks weiter verfolgen. Welche sind das? Stadtwerke-Geschäftsführer Ulf Kamburg hat diese Frage der Redaktion unlängst beantwortet: „Ein modernes Verwaltungsgebäude mit einem Kundenzentrum, das neuesten Anforderungen gerecht wird.“

Der Kommunalversorger wird für diese Pläne mit großer Sicherheit nicht das gesamte Grundstück, das fast 8300 Qua–dratmeter groß ist, benötigen, wenn er auf die heutigen Lagerflächen verzichtet. Dann stehen weitere Flächen zum Beispiel für Wohnhäuser zur Verfügung – und vielleicht sogar für eine neue Versammlungsstätte in Jülich.

Eine sehr grobe Skizze, was auf der handtuchartigen Fläche An der Vogelstange möglich ist, war den Stadtverordneten schon im Dezember 2014 vorgestellt worden. Damals war von einem kleineren Multifunktionssaal die Rede, wie unsere Zeitung erfahren hat. Da sind einige Ratsvertreter hellhörig geworden und auf die Idee gekommen, ob nicht vielleicht auch eine größere Halle realisierbar ist.

Genau das haben sie dann im Mai als neue Auflage festgeschrieben: Ein variabler „Veranstaltungs-/Sitzungssaal mit einer Ausprägung für ca. 450 Personen bestuhlt“ sei in den Plänen vorzusehen. Das wäre dann vielleicht so etwas wie ein Stadthallenersatz. Aber nur vielleicht, denn was machbar ist und was nicht, wird die konkrete Planung aufzeigen, die jetzt erst erstellt werden kann.

Darauf verweist Ulf Kamburg, der zu hohe Erwartungen bremst: „Wir müssen mit Fachleuten sprechen und klären, was unser Grundstück hergibt und was nicht.“ In gut einem Jahr, also Ende 2016, sollen laut Stadtwerke-Chef Erkenntnisse und vor allem Kostenschätzungen vorliegen, die belastbare Entscheidungen erlauben.

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