Verpackungskonzern SIG Combibloc an Finanzinvestor verkauft

Von: ojo
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Mit aktuell 1754 Beschäftigten ist der Standort Linnich größte Dependance der weltweit tätigen SIG Combibloc-Gruppe. Foto: Jonel

Linnich. Die Suche ist beendet: Die SIG Combibloc Group hat einen neuen Besitzer. Die Private Equity Onex Corporation hat den Zuschlag erhalten. Für 3,75 Milliarden Euro verkauft der neuseeländische Milliardär und Finanzinvestor Graeme Hart den Schweizer Verpackungskonzern an die kanadische Investment Gesellschaft.

Wie aus SIG-Kreisen verlautete, wurde der Kaufvertrag zwischen Harts Rank Group und Onex bereits am Sonntag unterzeichnet. Die formelle Übernahme soll „voraussichtlich Ende des ersten Quartals 2015 abgeschlossen sein, sobald alle weiteren Bedingungen zum Abschluss der Transaktion wie etwa die Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden erfüllt sind“, heißt es in einer Erklärung des Unternehmens.

Wie berichtet, hatte die Bank Goldman Sachs im Laufe des Jahres den Verkauf des Unternehmens geprüft, das Hart 2007 übernommen hatte. Die kanadische Onex Corporation ist ein börsenorientiertes Unternehmen. Gegründet wurde Onex 1984 von Gerry Schwartz, nach wie vor Vorsitzender und CEO des Unternehmens mit Hauptsitz in Toronto, Kanada, und Niederlassungen in New York und London.

Onex schrieb vor zwei Jahren Schlagzeilen mit der Übernahme des Münchener Maschinenbaukonzerns Krauss-Maffei. „Onex ist ein starker und engagierter Eigentümer, der Beständigkeit für unsere bisherige Unternehmensstrategie bedeutet“, kommentierte Rolf Stangl, CEO der SIG Combibloc Group, den milliardenschweren Besitzerwechsel. Nigel Wright, Managing Director von Onex London, attestiert dem SIG-Management seinerseits ein erfolgreiches Agieren, neue Märkte zu erschließen und sich dort auf hohem Niveau zu behaupten. Onex freue sich, „auf der beeindruckenden Erfolgsgeschichte der SIG aufzubauen und weiter zu wachsen“.

Zunächst keine Auswirkungen

Im Verbund der weltweit operierenden SIG Combibloc-Einheiten mit 5100 Mitarbeitern in 40 Ländern nimmt der Standort Linnich mit aktuell 1754 Mitarbeitern einen besonderen Platz ein. Der Verkauf habe „derzeit keine Auswirkungen auf unser heutiges Tagesgeschäft“, hieß es am Mittwoch auf eine Anfrage. Mitarbeiter, Kunden und Zulieferer seien entsprechend informiert.

Über zukünftige mögliche Auswirkungen könne man heute noch nichts sagen. Es werde zunächst „keinerlei strukturelle Veränderungen am Standort Linnich geben“, die im Zusammenhang mit der Übernahme stünden.

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