Titz - „Vergessene Hunde”: Kämmerer freut sich über 12.000 Euro

„Vergessene Hunde”: Kämmerer freut sich über 12.000 Euro

Von: hfs.
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Beglückwünschten Stefan Giesen zum Amt des stellvertretenden Wehrleiters in Titz: Beigeordneter Christian Canzler (l.) sowie Bürgermeister Jürgen Frantzen (r.). Foto: hfs.

Titz. Mit Stefan Giesen wurde bei der jüngsten Ratssitzung in Titz ein junger Gemeindebrandinspektor als stellvertretender Wehrleiter vereidigt und in sein Amt eingeführt. Dies zu Beginn einer Sitzung, die unter Punkt „Verschiedenes” ebenfalls unter dem Gesichtspunkt „Feuerwehr” endete.

Genau genommen machte da Beigeordneter Christian Canzler deutlich, dass sich die Gemeinde Titz übervorteilt sieht, was die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges für Jackerath betrifft.

Das LF 8/6 wurde von der niedersächsischen Firma Schlingmann bezogen, die in den Verdacht geraten ist, mit zwei weiteren Herstellern von Feuerwehrfahrzeugen unerlaubte Preisabsprachen vereinbart zu haben. Gegen dieses „Feuerwehrkartell” wird von der Staatsanwaltschaft ermittelt.

Seit dem Bekanntwerden haben sich zahlreiche Kommunen beim Städte-und Gemeindebund NRW gemeldet. Der wird, so die Mitteilung, „seine Mitgliedskommunen unterstützen, von den Kartellanten Schadensersatz zu bekommen”. Geprüft werde zuerst, so Canzler im Rat, „ob das Gutachten, das zur Schadensermittlung benötigt wird, von den Kartellanten bezahlt werden muss?” Danach werde auch die Gemeinde Titz „den Klageweg bestreiten, denn wir fühlen uns übervorteilt”, ließ der Beigeordnete keinen Zweifel an der Entschlossenheit.

Einstimmig verabschiedeten alle Fraktion eine Resolution an die Bundesregierung, die Finanzierung der kommunalen Soziallasten zu übernehmen, die ständig steigen. Nachdem die Mitglieder des Haupt-und Finanzausschusses mit Vertretern des Straßenverkehrsamtes sowie der Kreispolizei Düren eine Diskussion zu verkehrsrechtlichen Fragen in der Gemeinde geführt hatten, nahm der Rat das Protokoll zur Kenntnis. Aber mit gewünschten Änderungen, wie Fraktionsvorsitzender Detlef Cremer (W.I.R) und Frederike Fischermann (Bündnis 90/Grüne) betonten.

KGS wird zur GGS Rödingen

Was das Schulartbestimmungsverfahren an der Katholischen Grundschule Rödingen anbelangt - die wird auf Wunsch der Eltern und der Titzer Verwaltung in eine konfessionsoffene, aber weiterhin christlich orientierte Gemeinschaftsgrundschule umgewandelt - wird diesem „Wunsch” zum nächsten Schuljahr Rechnung getragen.

Erfreut zur Kenntnis nahm der Rat auch die Mitteilung, dass die Hundezählung zu mehr Einnahmen führt. Hatte die angekündigte Maßnahme bereits dafür gesorgt, dass 80 Hundehalter ihre „vergessenen” Tiere anmeldeten, erbrachte die Kontrolle, dass rund 200 Halter ihre Hunde nicht angemeldet hatten. So freut sich der Kämmerer, dass durch die Kontrolle 2011 etwa 12.000 Euro mehr eingenommen werden.
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