Vereinsfunktionär durch und durch

Von: hfs.
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Er wurde nun für über 40-jä
Er wurde nun für über 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit von seinem kleinen HSV, dem Hambacher Spielverein, besonders geehrt: Willi Polfliet, Vorsitzender seines Heimatvereins. Foto: hfs.

Hambach. Die Insel Mallorca oder die Kanarischen Inseln sind so etwas wie seine zweite Heimat. Wann immer Willi Polfliet (48) aus Hambach kann, besteigt er den Flieger, gönnt sich unter südlicher Sonne die Entspannung, die er für seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten braucht.

In seinem Heimatort Hambach beim dortigen Hambacher Spielverein oder bei seinem Engagement beim Fußballkreis Düren. „Doch, dies kann man so sagen, Fußball ist mein Leben.” Willi Polfliet nimmt einen gewichtigen Schlüsselbund aus der Hosentasche, schließt den Zugang zum Sportgelände des kleinen HSV auf. Wenn nicht dort, wo sonst könnte man den „Funktionär” treffen, der seit kleinster Jugend an eng mit dem Fußballsport verbunden ist. Polfliet ist Jahrgang 1953, seit 1971 bekleidet er Vereinsfunktionen. „Selbst habe ich in der Jugend gespielt, war über zehn Jahre Jugendleiter, davon sechs Jahre auch Trainer der C-Junioren”, blickt der Hambacher auf eine bewegte Funktionärskarriere zurück.

Dafür erhielt er sämtliche Ehrungen auf Vereins- und Verbandsebene, die man bekommen kann. Und er gesteht ein, „dass mich dies mit ein bisschen Stolz erfüllt. Ich sehe es als kleines Dankeschön für viele Arbeit an.” Polfliet freute sich riesig, als er nun von seinem kleinen HSV für über 40-jährige Tätigkeit geehrt wurde.

Mit 18 Jahren wurde er erstmals in den Vorstand des Hambacher Spielvereins gewählt. Im Jahre 1982 ging es in der Karriereleiter weiter aufwärts. Zuerst als Obmann, dann als Geschäftsführer, als er das Amt vom Hambacher Albert Frohn übernahm. Sozusagen daneben stieg er im damals noch eigenständigen Fußballkreis Jülich in die Funktionärsebene ein. „Zuerst habe ich ein Jahr im Jugendausschuss gearbeitet”, erinnert sich der Hambacher „Jong” noch an den Kreistag im Jahre 1998 in der Barmener Gaststätte „Zur Velau”. „Ich wurde als Geschäftsführer vorgeschlagen, habe dieses Amt dann auch mit Freude und Begeisterung angenommen.”

Willi Polfliet arbeitete sich akribisch in Vorschriften, Gesetze und Paragrafen ein, zur Zufriedenheit aller damals 42 fußballtreibender Vereine. Als dann im Jahre 2001 die Fusion mit dem Fußballkreis Düren anstand, war es für die angedachten neuen Vorstandsmitglieder keine Frage, den alten Geschäftsführer aus dem Kreis Jülich auch zum Neuen im Gesamtkreis zu machen. Auf dem Kreistag wurde Willi Polfliet mit überwältigender Mehrheit gewählt.

Arbeit ruht auf vielen Schultern

„Es macht mir einfach Spaß. Ich arbeite gerne mit den Vereinen zusammen, große Unstimmigkeiten habe ich bisher noch nicht erlebt”, ist der „Vereinsmeier” Polfliet berechtigter Weise stolz darauf. Dass Polfliet weiterhin als erster Vorsitzender für den HSV tätig ist, war für ihn. Der Junggeselle kann sich auf bewährte Vorstandsmitglieder verlassen. „Die Arbeit ist auf vielen Schultern verteilt”, sagt der leidenschaftliche Fan von Borussia Dortmund. „Dies bin ich schon seit 1966, da habe ich die ersten Spiele im Europapokal erlebt.” Auch heute ist Willi Polfliet noch hin und wieder live dabei. „Bei den Spielen des neuen Deutschen Meisters”, wie Polfliet nachdrücklich betont.
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