Verein soll Jülich fit für Städtepartner machen

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
Städtepartnerschaften
Alte Liebe rostet vielleicht doch nicht: Verwaltung und Rat wollen einen Verein gründen, der alte und neue Jülicher Städtepartnerschaften in Gang setzt. Dann hätten diese Schilder wieder eine Berechtigung. Foto: Jansen

Jülich. Die deutsch-französische Städtepartnerschaft Jülich-Haubourdin wird doch noch nicht zu Grabe getragen. Der Jülicher Stadtrat stimmte vergangene Woche einem Kompromissvorschlag zu, den Bürgermeister Axel Fuchs einige Tage zuvor bei einer interfraktionellen Runde vorgestellt hatte.

Ein Verein soll es richten. In ihm sollen Vertreter aller Initiativen mitarbeiten, die an der Pflege dieser Freundschaft Interesse haben. Zudem wäre ein solcher Verein auch ein Instrument, um vielleicht weitere Partnerschaften aufzubauen.

Das ist die goldene Mitte zwischen den beiden Positionen, die sich bei den ersten Diskussionen zum Thema offenbart hatten. Die SPD hatte den Antrag auf „Wiederbelebung“ der Partnerschaft mit Haubourdin beantragt und auch mit aktuellen politischen Entwicklungen begründet: „Eine ganze Reihe von Ereignissen im In- und Ausland machen deutlich, dass der Traum eines geeinten, friedlichen und solidarischen Europas kein Selbstzweck ist und immer wieder neu gelebt werden muss“, heißt es in der Antragsbegründung.

Er wurde und wird von Grünen, FDP und dem Bürgermeister unterstützt. „Es gibt Interesse“, habe die Stadtverwaltung bei einer groben Abfrage festgestellt, informierte Axel Fuchs den Rat. Daher will die Verwaltung nun bei einer Vereinsgründung unterstützend mitwirken. „Über diesen Verein streben wir eine gelebte Städtepartnerschaft an.“

Die CDU sieht den speziellen Fall Haubourdin skeptisch, weil es Gründe dafür geben müsse, dass die Beziehung mehr oder weniger eingeschlafen sei. Diese Zweifel bleiben, wie Peter Capellmann als Fraktionsvorsitzender einräumte. Allerdings trug die Union den Kompromiss mit, weil man dem Engagement von Bürgern und Vereinen nicht entgegen stehen wolle. Auch die Jül, die laut Heinz Frey „Bauchschmerzen hatte“, schloss sich dem an. SPD, Grüne und FDP waren ohnehin dafür. Harald Garding ist optimistisch: „Wir haben bei Vereinsgründungen über die Stadt positive Erfahrungen gemacht, man denke an den Bürgerbus.“ Der Beschluss wurde einstimmig bei fünf Enthaltungen getroffen.

Blieb nur noch die Frage, ob der Plan auch was kosten darf, denn die Kostenfrage war 2013 bei einer Größenordnung von 1500 Euro auch ein Argument, die Partnerschaft formlos zu beenden.

Bei den Haushaltsberatungen soll ein Betrag eingeplant werden, der nicht direkt als Unterstützung von Haubourdin-Besuchern gedacht ist, sondern für den Fall, dass die Gäste aus Nordfrankreich anreisen und bewirtet werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert