Verbreiterte Aufstellung gibt Jülicher Weinfest mehr Raum

Von: hfs.
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Wiederum ein großer Erfolg für die Organisatoren und gleichzeitig Werbung für die Stadt: Das 18. Jülicher Weinfest, zu dem erneut tausende Besucher kamen, um in entspannter Atmosphäre die besten Tropfen aus Rheinland-Pfalz zu genießen. Foto: hfs.

Jülich. Den Termin sollte man sich schon jetzt vormerken: Donnerstag, 12. Juli 2018. Dann wird Jülichs Bürgermeister Axel Fuchs um 18 Uhr – vielleicht auch erst etwas später – den 19. Jülicher Weinsommer eröffnen.

Das steht nach der gerade beendeten 18. Auflage fest: Die Winzer aus Rheinland-Pfalz werden auch im kommenden Jahr wieder auf dem Schlossplatz Station machen. Und auf den gleichen Erfolg hoffen, der ihnen erneut tausende Besucher an den vier Weinfesttagen beschert hat.

„Ja, natürlich kommen wir wieder. Das Jülicher Weinfest ist zu einem großen Familienfest geworden. Hier kommen Jung und Alt zusammen, etwas Schöneres kann man sich doch als Organisator nicht wünschen.“ Bettina Sieck, beim Organisationsteam verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit, hatte am Eröffnungstag nach Jahren der Abstinenz ihre Winzer aus Rheinland-Pfalz nochmals zum Weinsommer nach Jülich begleitet.

War sie zuvor sieben Jahre in Dresden gewesen, zog es sie nun auf den Schlossplatz. „Es ist erstaunlich, was sich hier in der Herzogstadt entwickelt hat“, zollte sie nicht nur den Gästen, sondern auch der Stadt Jülich ein dickes Kompliment. „In der Verwaltung werden wir mit offenen Armen empfangen“, meinte sie in Richtung Bürgermeister, mit dem sie am obligatorischen Rundgang teilnahm.

Doch zuvor musste der erste Bürger der Stadt „arbeiten“, entkorkte er doch mit der Mosel- Weinkönigin Lisa Schmitt die große Flasche Sekt, auch Methusalem-Schätzchen genannt. Und mit einem unüberhörbaren Plopp wurde das 18. Weinfest eröffnet. Viele gefüllte Sektgläser fanden bei den zumeist weiblichen Besuchern, die sich vor der Bühne versammelt hatten, dankbare Abnehmer.

Apropos Bühne: Die Organisatoren hatten sich die Kritik aus den Vorjahren – „die Bühne ist versteckt, man hört und sieht nichts, dann kann man sich die Livemusik auch schenken – zu Herzen genommen. Mittig war der Musikpavillon aufgebaut, die an allen Tagen dort präsentierten Musiker kamen gut „rüber“, wurden mit Applaus bedacht. Auch das Problem mit den Toiletten war gelöst worden. Zwei hochmoderne Wagen standen bereit, wenn es denn einmal bei Männlein und Weiblein dringend wurde.

Dass ausgerechnet zur 18. Neuauflage die gleich Anzahl an Winzerständen aufgebaut wurde, war reiner Zufall. „Daran haben wir im Vorfeld überhaupt nicht gedacht“, schmunzelte Bettina Sieck, die ausdrücklich erwähnte, „dass hier in Jülich, wie überall auf unserer Weintour von Aachen bis hoch nach Kiel, nur zertifizierte Winzer mit Qualitätswein zugelassen sind. Die vorher auch von einer entsprechenden Kommission bei uns in Mainz geprüft werden.“

Zertifizierte Weingüter

Es waren also nicht irgendwelche Weingüter aus Rheinland Pfalz in Jülich vertreten, sondern sozusagen die Elite. Was denn auch die Besucher zu schätzen wussten. Schon am Eröffnungstag wurden über 2000 gezählt. „Es war ein toller erster Tag“, schwärmte zum Beispiel Winzer Volker Schäfer aus Mettenheim. Eine Meinung, der sich seine Kollegen anschlossen.

Dass der Freitag verhalten begann, war dem Wetter geschuldet. Denn am Nachmittag ging auch ein kräftiger „Guss“ über den Schlossplatz nieder. Dass danach viele Lappen zum Einsatz kamen, Tische und Bänke abgeledert werden mussten, störte das Personal an den Winzerständen nicht. Denn alle haben die aktuelle Wetter-App auf ihre Mobiltelefone geladen, stellten fest, dass der Regen nach 19 Uhr aufhören würde. „Dann passiert nichts mehr“, schmunzelte Winzer Schäfer. Und in der Tat lugte, wie angegeben, die Sonne heraus, die Weinliebhaber strömten in Massen zum Veranstaltungsort.

„Das Datum des Weinsommers haben sich viele Jülicher in ihrem Terminkalender immer vorgemerkt, viele nehmen sich dafür auch Urlaub“, verriet Bürgermeister Axel Fuchs beim Rundgang, wobei er sich zuvor in einer kleinen Raterunde mit Moderatorin Viktoria Fromm von der Veranstaltungsagentur noch als Kölsch-Liebhaber geoutet hatte. Dennoch bekannte er, dass er einem guten und lieblichen Tropfen nicht abgeneigt sei.

Nachgefüllt wurde reichlich

Besonders am Samstagabend, wenn sich traditionell die jugendlichen Weinliebhaber zeigen, machte sich bemerkbar, dass das Konzept des verbreiterten Aufbaus und die Öffnung des Platzes sinnvoll sind. Es herrschte kein Gedränge vor den Winzerständen, wie in den Vorjahren, was insbesondere den Nachschubkräften zum Vorteil gereichte. Und geordert und nachgefüllt wurde reichlich bei den Winzern, die eine zufriedene Bilanz zogen.

Das gilt auch für den Chef des Jülicher Ordnungsamtes, Hans Pinell. „Es war eine super Veranstaltung mit sehr angenehmer Atmosphäre. Wir hatten angeregt, viel mehr Sitzplätze aufzubauen, was denn auch dankbar und lobend erwähnt wurde. Durch die Verbreiterung konnte man angenehm über den Schlossplatz gehen. In meinen Augen machte dies das diesjährige Weinfest noch attraktiver. Es herrschte ein besonderes Flair.“

Von irgendwelchen negativen Begleiterscheinungen war beim Jülicher Ordnungsamt bis Montagmittag nichts bekannt. „Im Gegenteil, es gab überall nur Lob“, sagte Pinell, der sich schon jetzt mit der Familie auf das nächste Weinevent freut. „Aber zuerst kommt ja noch die Bierbörse“, lachte er. Festzustellen bleibt, dass davon auszugehen ist, dass alle Winzer mit gut gefüllten Auftragsbüchern die Heimreise angetreten haben. Denn auch dies hat sich in Jülich etabliert: Die Order beim Weinfest und dem Winzer des Vertrauens, dessen Lieferung an den nachfolgenden Tagen zu Hause auf der heimischen Terrasse genossen wird.

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