Verbindung zur alten Heimat ist unterbrochen

Von: ahw
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Zutritt verboten: die katholi
Zutritt verboten: die katholische Kirche in Lich-Steinstraß ist seit Monaten gesperrt. Foto: hfs.

Lich-Steinstraß. Ein weniger schönes Weihnachtsfest als in früheren Jahren haben die katholischen Gläubigen in Lich-Steinstraß erlebt, denn ihre Kirche St. Andreas und Matthias musste wenige Tage zuvor aus Sicherheitsgründen gesperrt werden, nachdem Steinstücke entdeckt worden waren, die sich aus der Decke gelöst hatten.

Auch die bevorstehende Osternacht wird wohl wieder im benachbarten Andreashaus gefeiert werden, denn die Türen des Gotteshauses bleiben bis auf weiteres geschlossen.

Umsiedlungsstandort

Das ist ein herber Schlag für den Jülicher Stadtteil, denn in dem Gotteshaus des Umsiedlungsstandortes sind auch etliche Fenster und Figuren aus der Pfarrkirche am alten Standort verbaut worden, die eine Verbindung zur früheren Heimat herstellen.

Die Filialkirche wurde in den Jahren 1986 bis -88 nach Plänen des Mönchengladbacher Architekten Prof. Heinz Döhmen aus Beton und Backstein errichtet. Ob Materialermüdung oder Mängel bei der Bauausführung für den gefährlichen „Steinschlag” verantwortlich sind, ist ebenso unklar wie die genaue Ursache, die noch durch einen Bausachverständigen geklärt werden muss.

Gemeindereferentin Beate Ortwein berichtete auf Anfrage unserer Zeitung, dass zur weiteren Prüfung des Sachverhaltes ein Architekt beauftragt werden soll, der auch Sicherungsmaßnahmen im Innenraum der Kirche vorschlagen soll.

Ursache und Kosten noch unklar

Wann diese Klärung herbeigeführt worden ist und wie hoch die vorausssichtlichen Kosten sind bzw. wann mit den Arbeiten begonnen wird, lässt sich derzeit nicht einmal ansatzweise vorhersagen. Nicht zuletzt spricht die Bauabteilung des Bistums bei diesen Fragen und der Finanzierung ein gewichtiges Wörtchen mit. Klar ist nur, dass die Gewährleistung des Architekten längst abgelaufen ist und auch der beauftragte Bauunternehmer, der inzwischen pleite ist, nicht herangezogen werden kann.

Langwierige Auseinandersetzung

Daraus ergibt sich beinahe zwingend, dass den Gläubigen eine „langwierige” Auseinandersetzung bevorsteht, wie Ortwein vermutet. Vor diesem Hintergrund war es auch weitsichtig, einen Raum im Andreashaus für die Gottesdienste zu reservieren, denn der Zeitpunkt, wann in der Kirche am Matthiasplatz wieder heilige Messen gelesen werden können, ist noch gar nicht abzusehen.
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