Broich - UWG Jül will „Leitbild-Antrag” einbringen

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UWG Jül will „Leitbild-Antrag” einbringen

Von: dol
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Vorsitzender Detlef Trzolek (5.v.l.) resümierte den Wahlkampferfolg der Jül und definierte einige zentrale Ziele seiner Partei für die neue Legislaturperiode. Foto: Dolfus

Broich. Selbstbewusst präsentierte sich die UWG Jül bei ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Zur Schlossmauer” in Broich. Parteivorsitzender Detlef Trzolek warf einen Blick zurück auf die für die Jül erfolgreich verlaufene Kommunalwahl 2009 und sprach einige Themen an, die der Unabhängigen Wählergemeinschaft in der aktuellen Legislaturperiode unter den Nägeln brennen.

Die Tatsache, dass die UWG Jül die zweitstärkste Fraktion im Jülicher Rat stelle, sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die Bürger in der Herzogstadt „die politische Vielfalt jenseits der alten Parteien suchen”. Die momentane Konstellation im Rat entspreche nicht dem Bürgerwillen und regte den Vorsitzenden zu einem Wortspiel an: „Dass sich momentan trotzdem eine Mehrheit um die CDU gebildet hat ist für Jülichs Bürger bedauerlich, denn es bedeutet Stillstand, aber ich bin zuversichtlich, dass diese Gruppe die Wahlperiode nicht übersteht. Wir werden den Jamaika-Leuten unseren Rum dazu geben, so lange bis sie uns doppelt sehen.”

Voller Stolz gaben sich die Jülicher UWGler auch hinsichtlich der Etablierung unabhängiger Wählergemeinschaften im Kreisgebiet, bei denen sie oftmals halfen, diese aus der Taufe zu heben. Noch einmal pochte Trzolek auf die essenziellen Ziele der UWG: „Unser politisches Bestreben ist es nicht Karriere zu machen, sondern für die Zukunft Jülichs zu wirken, um den Bürgern eine attraktive, lebenswerte und finanziell stabile Stadt zu bieten.”

Daran erinnerte auch Fraktionsvorsitzender Heinz Frey, dem nachgesagt wurde, er wolle den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters unbedingt übernehmen: „Ich betone nochmal: Ich wollte das nie!” Vielmehr wäre die stellvertretende Parteivorsitzende Anke Keppel „genau die richtige Wahl für Jülich gewesen”.

Um das passende Zukunftskonzept für Jülich zu erarbeiten, das zentrale Ziel der Jül für die nächste Zeit, wolle man einen „Leitbild-Antrag” einbringen, an dem sich möglichst alle politischen Kräfte in der Stadt konstruktiv beteiligen sollen. Schwerpunktthemen sind die Entwicklung der Schullandschaft, ein Umdenken bei der Stadtentwicklung, die Sanierung der Innenstadt und die Verbesserung der Finanzsituation. Die UWGler fordern unter anderem, mit dem Umzug der Realschule und dem Neubau der KGS abzuwarten bis zur Landtagswahl im Frühjahr. Mit den anderen Nordkreiskommunen solle ein tragfähiges gemeinsames Schulkonzept erarbeitet werden, das eine Gesamtschule beinhalte. Das forderte Frey nachdrücklich. Er habe in Barmen das beste Beispiel für die Fehlplanung im Bereich Schule vor Augen: Die einst neu gebaute Grundschule wurde nie als solche genutzt!

Weitere Forderungen der Jül zielen auf die Reduzierung der Subventionen für den Brückenkopf-Park und die repräsentative Herrichtung der Innenstadt inklusive Schlossplatz. Kein gutes Haar ließ Trzolek am eingebrachten Nachtragshaushalt: „Dass man in Jülich einen Nachtagshaushalt einbringt, der nur auf den bisher bekannten Wenigereinnahmen beruht und weder die Effekte aus der Kreisumlage und den Schlüsselzuweisungen berücksichtigt sowie kein Sicherheitspuffer für unvorhergesehene Belastungen beinhaltet, macht die Schwächen der Verwaltung im Umgang mit Krisenszenarien deutlich.”

Umso mehr sei seine Partei nun gefragt, die „Bürgerinteressen” zu wahren und „ins Rathaus zu tragen”.
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