Uwe Willner steigt an die Spitze des Sparkassen-Vorstands auf

Von: Jörg Abels
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Gehalt Sparkassenchef Düren
Der Verwaltungsrat hat entschieden: Uwe Willner (r.) löst zum 1. Oktober 2013 Prof. Dr. Herbert Schmidt an der Spitze des Vorstands der Sparkasse Düren ab. Udo Zimmermann (l.) bleibt Vorstandsmitglied. Foto: sj

Kreis Düren. Überraschendes Personalkarussell an der Spitze der Sparkasse Düren: Gerade einmal 15 Monate, nachdem Professor Dr. Herbert Schmidt zum Nachfolger von Adolf Terfloth ernannt worden war, gab der Verwaltungsratsvorsitzende und Landrat Wolfgang Spelthahn bekannt, dass Schmidts Ende September 2013 auslaufender Vertrag nicht verlängert wird.

Für ihn rückt der bisherige stellvertretende Vorstandsvorsitzende Uwe Willner zum 1. Oktober 2013 an die Spitze des Hauses, das sich im Eigentum von Kreis (60 Prozent) und Stadt Düren befindet.

Die freiwerdende Stelle im dreiköpfigen Vorstand, dem weiter Udo Zimmermann angehören wird, soll im November ausgeschrieben werden. Zu den Gründen der Personalentscheidung blieb Spelthahn wortkarg. Offiziell heißt es nur: „Mit diesen Entscheidungen stellt der Verwaltungsrat die personellen Weichen für eine strategische Neuausrichtung und eine nachhaltige Geschäftspolitik.”

Auf Nachfrage sprach Spelthahn von der Entwicklung neuer Geschäftsfelder in einer Zeit großer Herausforderungen, in der das Modell der Sparkassen mit Kontoführungsgebühren und hohen Dispositionszinsen nicht mehr zeitgemäß sei. Der Frage, warum das nicht mit Schmidt möglich sei, der erst im März dieses Jahres mit der Bilanz 2011 ein Rekordergebnis präsentiert hatte, wich er aus.

Der 59-Jährige, der seit 23 Jahren in führender Position zunächst bei der Stadt- und seit der Fusion mit der Kreissparkasse im Vorstand der Sparkasse Düren tätig ist, hätte nach eigenem Bekunden für weitere fünf Jahre zur Verfügung gestanden.

Dass die Entscheidung pro Willner persönlichen Beziehungen geschuldet sei, wies Spelthahn am Donnerstag entschieden zurück. Sie sei im 15-köpfigen Verwaltungsrat „in breitem Einvernehmen” gefallen, betonte der CDU-Politiker, der als Landrat an der Spitze des Gremiums steht, sein Mandat aber in Kürze verlieren könnte. Sollte das Amtsgericht Düren nach der Anklage der Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Untreue gegen ihn im Zusammenhang mit Tantiemenzahlungen an den früheren Kreiswirtschaftsförderer Michael Müller (wir berichteten) eröffnen, würde Spelthahn laut interner Satzung der Sparkasse sein Mandat verlieren.

Wolfgang Spelthahn selbst begründete den Zeitpunkt der Personalentscheidung Donnerstag auf Nachfrage damit, dass die Vorstandsmitglieder neun Monate vor Auslaufen ihres Vertrages Gewissheit über ihre Zukunft verlangen dürfen. Die personelle Veränderung dürfe nicht als Kritik an der Arbeit Schmidts verstanden werden, hob Spelthahn hervor, dass man nicht im Unfrieden auseinander gehe. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht.” Die Sparkasse sei hervorragend aufgestellt. „Aber wir dürfen uns nicht auf dem Erfolg ausruhen”, erklärte Spelthahn.
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