Ursache der mysteriösen Welle in der Linnicher „Bleeck“ wird ermittelt

Von: ojo
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Linnich. Noch ist das Ende nicht abzusehen, aber es könnte ein teures werden. Bei der Suche nach der Ursache für die Überflutungen im Linnicher Kernstadtbereich haben die Experten ein besonderes Augenmerk auf den Bereich „Bleeck“ gerichtet.

Hier, am westlichen Ortsrand Linnichs, vermutet das Ingenieurbüro Fischer, Erftstadt, einen Schwerpunkt für Fremdwasserzufluss, der bei Starkregen den Kanal überfordert.

Ein Zahlenpaar, das Dipl-Ing. Ralf Ostermann aus dem „Fremdwassersanierungskonzept - Kernstadtgebiet Linnich im Einzugsgebiet der Kläranlage“ zitierte, veranschaulichte die Flut überdeutlich. Dort steigt die Wassermenge im Schmutzwasserkanal von 35 Litern pro Sekunde um 80 bis 90 Liter pro Sekunde an. In diesem Kanal wird vornehmlich der Abschlag vom Regenüberlaufbecken Welz zur Linnicher Kläranlage abgeführt. Berechnet mit 35 Litern/Sekunde. Dass die zusätzlichen 80 bis 90 Liter ausschließlich von den acht angeschlossen Grundstücken in der „Bleeck“ stammen sollen, rief im Werksausschuss Verwunderung bei den Ortskundigen hervor.

Jürgen Schütz (CDU) leitete daraus eine Folgerung ab, die der wegen Befangenheit auf Antrag der SPD von der Diskussion ausgeschlossen Volker Tissen (CDU) im Sinn hatte. In den Kanal vor und hinter den acht Grundstücken sollten Messsonden eingebracht werden. Auf diese Weise könnte ermittelt werden, ob diese wenigen Einleiter die Ursache des dramatischen Wasseranstiegs sind.

Es könnte sich aber auch zeigen, meinte Mark Dremel (PKL), dass das Fremdwasser irgendwo auf der Strecke Welz-Linnich in den Kanal gelangt. Falls, wie Hans-Friedrich Oetjen vermutete, die Kanaldeckel Richtung Welz ein Problem seien, müssten die ausgetauscht werden. Das ist laut Verwaltung schon in der Planung. Eine weitere Maßnahme wird die Prüfung sein, ob von den acht Bleeck-Anliegern Regenwasser in den Schmutzkanal eingeleitet wird, was nicht sein darf. Sollten die Eigentümer Schmutz- und Niederschlagswasser trennen müssen, kämen erhebliche Kosten auf sie zu.

Zwischen 250.000 Euro und 450.000 Euro teuer sind die Varianten im Bereich „Bleeck“ zur Ableitung von Niederschlagswasser, damit es nicht in den Schmutzwasserkanal zur Kläranlage gelangt. Zunächst blickt man aber gespannt auf Messungen, woher die Fremdwassermengen stammen. Regen vorausgesetzt könnten erste Ergebnisse im Werksausschuss am 5. Dezember vorliegen.

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