Unternehmerische Kommunen in der Indeland-Gemeinschaft

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Frank Wiesemann, Kyra Pfeil und Klaus Dosch von der Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH (1. Reihe, v.l.n.r.) mit Franz Flögel, MORO-Regionalbeauftragter (Mitte) und Teilnehmer des Planspiels (Planer und Kämmerer der Indeland-Kommunen) am Haus Overbach. Foto: Indeland GmbH/Frank Kind

Barmen/Haus Overbach. Der Normalfall ist, dass Kommunen für die Errichtung neuer öffentlicher Infrastruktur finanziell in Vorleistung treten müssen. Seit genau einem Jahr erkunden die sieben Städte und Gemeinden des Indelands mit dem Kreis Düren im Rahmen eines Modellprojekts der Raumordnung (MORO), welche finanziellen Auswirkungen Investitionen für sogenannte „freiwillige Leistungen“ nach sich ziehen, ob sie im positiven Fall hierdurch sogar langfristig neues Eigenkapital aufbauen können.

Nun haben zwei Dutzend Experten der Kreis- und Kommunalverwaltungen die bislang erreichten Ergebnisse im Rahmen eines „Planspiels“ zusammengetragen. Die Auswertung läuft noch, Ergebniss liegen noch nicht vor. Trotz der bereits monatelangen Zusammenarbeit zeigte sich dabei, dass der fachliche Austausch zwischen Kämmereien und Planungsämtern nicht immer einfach ist.

„Baugebiete gemäß Faktor-X-Prinzipien“, „Mobilstationen“ und „interkommunale Kooperation in der Gewerbeansiedlung“ sind die Maßnahmen, welche die Indeland-Kommunen ausgewählt haben, um Effekte für die öffentlichen Haushalte zu erkunden. Drei Forschungseinrichtungen leisten hierbei fachliche Assistenz. Zum Planspiel waren daher fünf Wissenschaftler in das Indeland gereist, um die Moderation zu übernehmen und um die Akteure fachlichen zu beraten.

Doch zunächst präsentierte Tim Starke, Mitarbeiter des Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge der Universität Leipzig, die Ergebnisse seiner detailreichen Analyse der Kommunalfinanzen. Hierfür hatten die Indeland-Kommunen im Frühjahr umfangreiche Haushaltsdaten bereit gestellt.

„Die Veranstaltung war insgesamt sehr gelungen“, lautete die Bewertung von Franz Flögel, MORO-Regionalbeauftragter mit Büro im Gelsenkirchener Institut für Arbeit und Technik, IAT.

Praktische Umsetzung

Mit Zuversicht blicken die Beteiligten nun auf die nächsten Aktivitäten. Zu Beginn des kommenden Jahres steht die gemeinsame Entscheidung an, welches der aktuell theoretisch betrachteten Projekte Thema für die sich anschließende Umsetzungsphase sein wird.

Die Veranstaltung fand im Haus Overbach in Barmen statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, BMVI, das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, BBSR, sowie die Entwicklungsgesellschaft Indeland GmbH stellen die Mittel für das auf zwei Jahre Laufzeit angesetzte Modellvorhaben bereit.

Ziel ist das Fördern einer räumlich-funktional ausgerichteten ganzheitlichen Regionalentwicklung. Für die Indeland-Kommunen stellt das Vorhaben zudem ein Schritt im Rahmen der Vorbereitung auf den zu erwartenden Strukturwandel im Zuge der absehbaren Schließung der Braunkohletagebaue dar. Das Vorhaben im Indeland ist eines von bundesweit zwölf Projekten, die im MORO-Programm „Lebendige Regionen – Aktive Regionalentwicklung als Zukunftsaufgabe“ stattfinden.

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