Unternehmer helfen Existenzgründern

Von: ng
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Michael Lingnau, Vorsitzender der Mittelstands- und Wohlfahrtsvereinigung (MIT), besuchte gemeinsam mit Thomas Rachel (4.v.l), Margarethe Esser-Faber (5.v.l.) und Jan Schayen, stellvertretender Vorsitzender der MIT, die Unternehmer Achim Esser (2.v.l.)und Birgit Franzen (3.v.l) in ihren KWB-Büroräumen. Foto: Gottfroh

Jülich. Jülich hat ein großes, wenn auch verstecktes Potenzial an Unternehmen und Unternehmern. Davon ist Michael Lingnau, Vorsitzender der Jülicher Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU (MIT), überzeugt.

Ihm imponiert besonders, wenn sich Menschen gerade in Krisenzeiten entschließen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. So wie Achim Esser und Birgit Franzen. Sie haben im November des vergangenen Jahres den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Mit ihrer Kaufmännischen Wirtschaftsberatung (KWB) sind sie nicht nur Firmengründer. Ihre neue Hauptaufgabe ist es auch, anderen potenziellen Firmengründern beim Start in das eigene Unternehmerleben unter die Arme zu greifen. Rund 20 Firmengründungen haben sie in den vergangenen Monaten begleitet.

Dieses Engagement schätzt auch Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung. Er verfolgt den Aufstieg der KWB seit Gründung. Gemeinsam mit Vertretern der MIT, unter anderem dem stellvertretenden Vorsitzenden Jan Schayen sowie der stellvertretenden Jülicher Bürgermeisterin Margarethe Esser-Faber, besuchte er die erfolgreichen (Jung-)Unternehmer in ihren Firmenräumen an der Wiesenstraße.

„Die KWB ist besonders spannend, weil hier Menschen, die auf dem Weg in die Selbstständigkeit sind, beraten werden und Unterstützung erfahren”, lobte Rachel. Immerhin müsse ein Unternehmer, Handwerker oder Forscher heutzutage neben der eigentlichen Arbeit gleichzeitig über ein ausgereiftes unternehmerisches Konzept verfügen. „Die Gesellschaft muss gerade an solchen Unternehmensgründungsprozessen interessiert sein. Schließlich werden auf diesem Weg auch neue Arbeitsplätze geschaffen.”

Die Schützenhilfe für Unternehmensgründer sei jedoch nur eine Seite ihrer Arbeit, betonte Birgit Franzen. „Wir stehen auch Firmen, die in Schwierigkeiten geraten sind, zur Seite. Der Schwerpunkt ist dabei Insolvenzberatung und -abwehr”, so Franzen. „In solchen Fällen sind wir so etwas wie Pannenhelfer, die sich mit der Insolvenzordnung bestens auskennen”, erklärte Achim Esser.

Den Konkurs einer Firma abzuwenden ist das Ziel von Franzen und Esser. Doch auch diejenigen Unternehmen, bei denen dies nicht mehr abzuwenden ist, werden zu den komplizierten Verfahren einer Insolvenz umfassend beraten. Denn Beratung fehlt vielen Unternehmern in finanziellen Schwierigkeiten. Wenn der Pleitegeier erstmal über der Firma kreise, sei ein Anwalt kaum noch zu bezahlen, weiß Franzen. Und schließlich warten, auch wenn es mit einer Firma zu Ende geht, noch immer viele Fallstricke auf die Unternehmer.

„Die Funktion, die die KWB übernimmt, ist sehr wertvoll. Hier wurden Nischen gefunden, die bislang - zumindest in Jülich - unbesetzt waren”, lobt Michael Lingnau.
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