Unterirdisches Bauwerk in Rurdorf wird erneuert

Von: Otto Jonel
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Ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur ist im Rurdorfer Untergrund vor der Abfahrt zum Sportplatz verborgen: Wenn die Pumpstation ertüchtigt ist, wird man nicht mehr von oben zu Wartungsarbeiten einsteigen müssen. Foto: Jonel

Rurdorf. Dass im Kreuzungsbereich von Alte Kirchstraße, Rurtal­straße und Tannenhain in Rurdorf irgendwas Kanalmäßiges im Boden liegt, dafür sprechen zwei Kanaldeckel und sowas wie eine Bodenfalltür im Straßenbelag. Nur wenige wissen, dass sich unmittelbar unter der Asphaltdecke ein zweistöckiges Bauwerk erstreckt.

Es ist das Rurdorfer Pumpwerk, das die Abwässer aus drei Zuläufen in zwei großen Kesseln auffängt und Richtung Klärwerk Linnich schickt. Dieses Pumpwerk wird nun Objekt einer umfangreichen Baumaßnahme. Die Anlage wird nicht nur technisch ertüchtigt, sie erhält auch einen neuen Zugang.

Wie das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro ATD GmbH, Aachen, unlängst im Linnicher Bau- und Liegenschaftsausschuss erläuterte, soll nicht zuletzt die Wartung der unterirdischen Anlage vereinfacht werden. Bisher war das eine eher aufwändige Sache. Der Einstieg musste immer mit einem Dreibeinüberbau abgesichert und der Verkehr um den Bereich herumgeleitet werden. Da unmittelbar neben dem unterirdischen Bauwerk der Steilhang zum Rurufer und dem Sportplatz verläuft, verfielen die Ingenieure auf die Idee, einen seitlichen Zugang zum Pumpwerk einzurichten. Dazu muss an dem Hang eine Treppe angelegt werden, von der aus ein Gang in das Pumpwerk führt.

Im ersten Planentwurf war diese Treppe so angelegt, dass dafür ein stattlicher Baum hätte gefällt werden müssen. Der steht seit Jahr und Tag auf dem Scheitel des Steilhangs unmittelbar neben einer Trafostation. Diese Fällaktion wurde dank des Vetos des Rurdorfer Ortsvorstehers und des Linnicher Liegenschaftsamtes gestoppt. Der Wasserverband Eifel-Rur als Auftraggeber und die Ingenieursgesellschaft als Planer wurden angehalten, sich eine Lösung einfallen zu lassen, die den Erhalt des Baumes sichert. Das ist nun geschehen. Der Treppenabgang liegt nun so, dass der Baum davon nicht berührt wird.

Neben dieser Tiefbaumaßnahme wird die Anlage selbst auch technisch komplett erneuert. Wie Dipl.-Ing. Gerd Malmendier erklärte, ruhen im unteren Stockwerk der Station die beiden Kessel, aus denen im Wechsel das Wasser zum Klärwerk gepumpt wird. Im oberen Stockwerk ist die eigentliche Technik untergebracht. Die Maschinen wurden Anfang der 1990er Jahre installiert und haben ihren Zenit weit überschritten. Malmendier: „Wir halten die gerade noch so am Laufen.“ Ein Austausch sei also dringend geboten.

Das gesamte Projekt Pumpstation wird einiges an Zeit beanspruchen. Die Planer gehen von rund vier Monaten aus.

„Irgendwas mit Fußball“

Dabei benötigt die bautechnische Ausführung – Treppe und Zugang – rund drei Monate Zeit, die Erneuerung der Technik sollte in einem Monat zu bewerkstelligen sein. Das Unterfangen ist kostenmäßig kein Leichtgewicht. Der Wasserverband geht von Gesamtkosten in Höhe von knapp 350.000 Euro aus. Wann mit den Arbeiten begonnen wird, ist noch offen.

„Sie haben da im Sommer irgendwas mit Fußball“, spielte der Planer auf den Sommercup des FC Rurdorf an, der zwei Wochen lang ein erhöhtes Verkehrsaufkommen über eben diese Pumpstation führt. Den Beginn der Bauarbeiten werden daher Wasserverband, Planer und Stadt noch abstimmen müssen.

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