Unter sengender Sonne nach Kevelaer

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Linnich. „Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht“ (Mt 14,27) - unter diesem Leitwort stand die von Pfarrer Philippen initiierte Fahrradwallfahrt der GdG Linnich nach Kevelaer. Kevelaer, der größte Wallfahrtsort im Nordwesten Europas, wird in jedem Jahr von unzähligen Gläubigen besucht, die zum Gebet und zur Einkehr kommen.

Kevelaer will ein Ort religiösen Lebens der katholischen Kirche sein – eine Stätte der Besinnung, an der man neu Beheimatung und Geborgenheit erfahren kann. Denn wer sich auf den Weg nach Kevelaer begibt, wird niemals leer zurückkommen.

15 Radlerinnen und Radler trafen sich in den frühen Morgenstunden des 1. Juli in der Kirche von St. Georg Hottorf zum gemeinsamen Gottesdienst mit Reisesegen, bevor es an einem der heißesten Tage des Jahres losging auf den 93 Kilometer langen Weg zum bekannten Wallfahrtsort am Niederrhein. Die Gruppe, die wie immer vom erfahrenen Führer Josef Lieven, geleitet wurde, schaffte die erste Etappe bis zur Ulrichskapelle fast mühelos.

Ein kurzes Gebet und ein Marienlied sowie eine kleine Stärkung, die in den Sattel- und Lenkertaschen verstaut war, sorgten für Kraft und Energie bis zum Hariksee. Hier war der nächste Pausenstopp. Am idyllisch gelegenen See wartete eine sehr schöne Überraschung auf die durstigen Pilger. Ein leckerer Kaffee, zubereitet von einer Freundin, war eine willkommene Auffrischung der Lebensgeister. Die Fahrt ging weiter in Richtung Krickenbecker See. Die Hitze war hier, durch die wald- und wasserreiche Natur der Region Maas – Schwalm – Nette etwas besser zu ertragen.

Aber der fließende Schweiß, bedingt durch die glühende Sonne tat der guten Laune und der Stimmung keinen Abbruch. Schnell war dann auch das Ziel, die Krickenbecker Seen, erreicht. Eine wohlverdiente Verschnaufpause wurde eingelegt, um den Durst zu stillen; denn eine Trinkpause war wieder dringend notwendig. Durch das viele Schwitzen waren die Wasserreserven des Körpers aufgebraucht und mussten ganz dringend neu aufgefüllt werden.

Als alle müden Krieger wieder erfrischt und gestärkt waren, konnte die Fahrt mit Schwung und Elan weitergehen. Gut gelaunt fuhr die bunte Truppe weiter in Richtung Straelen. Einige kleine Steigungen mussten gemeistert werden, um in Straelen die letzte Rast in der heiß ersehnten Eisdiele zu machen, bevor das Ziel Kevelaer erreicht wurde.

Müde und durch die Hitze vollkommen erschöpft, jedoch in freudiger Stimmung, begrüßten die Pilger zuerst die Gottesmutter in der Gnadenkapelle mit einem Marienlied., bevor die Zimmer im Priesterhaus bezogen wurden und die ersehnte Dusche die nötige Entspannung brachte.

Am zweiten Wallfahrtstag in Kevelaer – dem Fest „Mariä Heimsuchung“ – stand der Besuch des Pilger-Hochamtes in der Marienbasilika im Vordergrund. Am Nachmittag fand bei sengender Hitze die geplante Stadtführung durch Kevelaer statt. Später wurde der große Kreuzweg gebetet. Gott sei Dank bietet die Anlage des Kreuzweges viel Schatten, was bei über 40 Grad Temperatur einfach wunderbar war.

Zurück in der fußläufigen Innenstadt des Wallfahrtsortes wurden traditionell noch einige Kerzen entzündet, Geschenke gekauft oder Kaffee getrunken. Andere nutzten die Zeit zum stillen Gebet in der Sakramentskapelle, in der Kerzenkapelle oder vor dem Gnadenbild. Ein gemütliches Zusammensein im Garten des Priesterhauses bildete den gemeinsamen Abschluss des wunderschönen Tages in Kevelaer.

Auch der letzte Wallfahrtstag begann mit einem Gottesdienst in der hauseigenen Kapelle. Nach einem ausgiebigen aber verkürzten Frühstück, sollte es weitergehen in Richtung Heimat; denn für den Abreisetag waren wieder extrem hohe Temperaturen gemeldet. Eine teilweise schon sehr anstrengende Strecke bei außergewöhnlich hohen Temperaturen ließ einen gewissen Bußcharakter aufkommen. Getreu dem Leitgedanken: „Habt Vertrauen, fürchtet euch nicht, ich bin bei euch.“

Trotz Hitzeschlacht und Müdigkeit, war man aber einhellig der Meinung, es war wie immer sehr, sehr schön. Viele gute Gespräche, aber auch Zeiten der Ruhe und des Gebetes, bereicherten die Wallfahrt in ganz besonderer Weise. Es ist immer eine schöne Erfahrung, mit Menschen den Glauben zu teilen. Es war eine Wallfahrt, auf der man geistliche Kraft tanken konnte, um den Weg ohne Furcht zu gehen, den Gott zeigen will.

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