Ungewöhnlicher Dreikampf bei der Stetternicher Tennisvereinigung

Von: ptj
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„Stetternicher Dreikampf“ bei der jubilierenden Tennisvereinigung: Vorne legt ein Pointeur Boulekugeln, dahinter zielt ein Darter auf die elektronische Dartscheibe. Ganz hinten fliegen die Filzbälle auf zwei Tennisplätzen. Foto: Jagodzinska

Stetternich. Ein seltenes Bild bot sich den vielen Besuchern auf der Anlage der Stetternicher Tennisvereinigung auf dem Buschacker anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens. Pointeure legten Boulekugeln auf dem Parkplatz um das „Schweinchen“.

Darter zielten ihre Pfeile auf die elektronische Dartscheibe auf dem Hof. Die Tatsache, dass auch zwei der vier Tennisplätze bespielt wurden, fiel zu diesem Anlass weniger ins Auge.

Die Idee zum „Stetternicher Dreikampf“ als Hauptattraktion am „Tag der offenen Tür“ hatte Vorsitzender Rolf Janhsen. Rund 30 Interessierte aus Stetternicher Vereinen und der Bevölkerung bestritten, aufgeteilt in sieben Mannschaften aus zwei bis sechs Spielern, das spannende Turnier. In keiner Disziplin durften Vereinsspieler antreten.

Beitritt deutlich günstiger

Eine außergewöhnliche Idee für ein Geschenk zur Erstkommunion war das Schautraining der Stetternicher Kommunionkinder durch Trainer Markus Paff. Über die Tatsache, dass von sechs nur drei Erstkommunikanten zugesagt hatten, zeigte sich Janhsen ein wenig enttäuscht.

Ein Info-Stand diente zur Präsentation und Mitgliederwerbung des Vereins, der über 150 Mitglieder, drei Trainer und vier Plätze verfügt. „Ein Vereinsbeitritt wird hier zu deutlich reduzierten Aufnahmebedingungen angeboten“, betonte Janhsen.

Im Laufe des Nachmittags wurde auch die neue, 30 Quadratmeter große Geräte- und Lagergarage eingeweiht, die nunmehr die alte Garage mit deutlich sichtbarem Senkschaden am hinteren Rand der Tennisplätze ersetzt. Zwei Drittel der Baukosten von 16.000 Euro sponserten RWE (obwohl Janhsen ausdrücklich nicht von einen bergbaubedingten Schaden sprach) und die Sparkasse Düren.

Nach der Siegerehrung ging man zum gemütlichen Beisammensein auf der Terrasse nahe Theke und Grill über.

„Jägermeister“ gewinnt

Die Entstehung der Tennisvereinigung basiert auf einer Initiative von Peter Knabel, der im Frühjahr 1975 eine kleine Interessengruppe gebildet hatte. Im Haus des damaligen Ortsvorstehers Peter Schmitz diskutierte man über die Gründung eines Tennisvereins in dem sich rasch entwickelnden Ort.

Neben der Schaffung eines zusätzlichen Sportangebots wollte man nicht zuletzt die Integration zwischen zugezogenen und alteingesessenen Bürgern fördern. Nach Verhandlungen mit der Stadt Jülich und einer Ortsbesichtigung wurde im Herbst 1975 ein Grundstück an der Burgstraße zum Bau einer Tennisanlage in Aussicht gestellt. Auf diese Tatsache geht die Eintragung ins Vereinsregister als „Tennisvereinigung Stetternich 1975 e.V.“ zurück.

Die Vereinsgründung erfolgte am 11. Februar 1976 durch 14 Mitglieder. Erster Vorsitzender wurde Peter Knabel. Weil das vorgesehene Grundstück aus städtebaulichen Gründen nicht für die Errichtung einer Tennisanlage genehmigt wurde, stellte die Stadt Jülich im Mai 1977 das heutige, etwa 13-000 Quadratmeter große Grundstück am Mühlengraben zur Verfügung.

Gewonnen hat am Tag der offenen Tür das Team „Jägermeister”, Zweite wurde die Gesellschaft Frohsinn, Dritter der SC Stetternich.

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