Ungewöhnliche Lösung zur Kinderbetreuung

Von: Kr.
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Groß ist die Freude bei den Sonnenwichteln in Koslar über das schöne Außengelände – auch die Erwachsenen waren mit dem Ergebnis ihrer Bemühungen sehr zufrieden. Foto: Kròl

Jülich. Um die gesetzliche Vorgabe erfüllen zu können, jedem Kind unter drei Jahren ab August 2013 einen Platz in einer Kindertagesstätte sicherstellen zu können, waren in Jülich innovative Ideen gefragt. Und so kam es zur Einrichtung einer Nebenstelle der städtischen Kindertagesstätte „Sonnenschein“.

In der Münstereifelerstraße wurde man fündig: als geeignet erwies sich dort eine ehemalige Kinderarztpraxis. Es folgten Gespräche mit dem Jugendamt und dem Land. Einige Umbaumaßnahmen waren notwendig, bis die Sonnenwichtel im August einziehen und ihre Kita in Beschlag nehmen konnten.

Zwanzig Kinder im Alter von ein bis drei Jahren gehen jetzt täglich hier ein und aus, spielen, schlafen und machen dort ihre ersten Schritte ins Leben. In direkter Nachbarschaft zur Kita lag, was sich als Glücksfall erwies, ein Grundstück der Deutschen Annington, das ziemlich verwildert war. Den Objektbetreuer Christian Becker und den Vermieter der Arztpraxis brachte das auf eine Idee. Es wurden einige Gespräche mit Regionalleiter Sascha Schreiner, der Geschäftsführung und der Stadt geführt mit dem Ergebnis, dass ein Nutzungsvertrag auf fünf Jahre ausgestellt wurde.

In dieser Zeit steht der Kita das Gelände kostenlos zur Verfügung – mit Option auf Verlängerung. Doch damit nicht genug. Die Annington ließ das Gelände entsprechend herrichten, RWE Power spendierte eine Sitzgruppe für die Erwachsene, und der Besitzer des Grundstücks hat auch für die Kleinen bereits Sitzgruppe und Sonnenschirm bestellt. Außerdem gibt es dort sogar schon eine Bobby-Car-Rennstrecke.

Zur offiziellen Übergabe des Außengeländes waren dann auch alle gekommen, die an der Beteiligung dieses Projektes mitgewirkt hatten. Die Kinder überraschten die Gäste mit einem kleinen Lied. Anschließend begrüßten die Leiterin der Kita, Gerda Hucko, sowie Iris Przybylski, die für die Sonnenwichtel zuständig ist, die Gäste. Bürgermeister Heinrich Stommel ließ die Geschichte noch einmal Revue passieren, und Christian Becker betonte, dass sich hier für ihn ein Herzenswunsch schnell und unbürokratisch realisiert habe.

Bei Kaffee und Kuchen verweilte man noch anschließend, leider unter einem Zeltdach, denn der Sonnenschein war an diesem Tag nur in den Herzen und Köpfen der Besucher. Für Unterhaltung sorgte außerdem die Kidsklappe mit Ralf Dreßen und Max Obuchow.

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