Ungewissheit für die Realschule soll schnell beendet werden

Von: Karl Stüber
Letzte Aktualisierung:
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Die Gitter werden der Realschule Jülich wohl bis zum Umzug erhalten bleiben: Fassadenteile haben sich bereits gelöst. Deshalb müssen Nutzer und Besucher geschützt werden. Die Sanierung ist gestoppt. Foto: Stüber

Jülich. Gespannt wartet Rektor Paul Krahe auf das Ende des Anmeldeverfahrens für die Realschule Jülich. Er befürchtet, dass angesichts der Beeinträchtigungen durch die Sperrung der Turnhalle und bedingt durch weitere Probleme, etwa durch die marode Verkleidung der Fassade, Eltern von ihrer ursprünglichen Absicht Abstand nehmen könnten, ihr Kind auf diese Schule zu schicken.

Dabei hätte die Schule zum Beispiel am Tag der offenen Tür alles getan, um durch Darstellung ihrer bedarfsgerechten Konzeption zu überzeugen, wie er im Ausschuss für Jugend, Familie, Schule und Sport berichtete. Sollte die Anmeldezahl deutlich hinter der Schätzung zurückbleiben, so erwarte er vom Schulträger Stadt Jülich, „schnell zu reagieren und entgegen zu steuern”.

Natürlich würden auch die Pläne der Kommune, die Realschule im Schulzentrum Linnicher Straße gemeinsam mit Haupt- und Katholischer Grundschule unterzubringen, die Situation weiter verschärfen. Krahe berichtete von massiven negativen Reaktionen der Elternschaft gegenüber den Überlegungen der Stadt.

Kämmerer Andreas Prömpers skizzierte das weitere Vorgehen. Gemäß dem Empfehlungsbeschluss des Fachausschusses von Anfang Dezember würde die mit Kommunalpolitikern, den betroffenen Schulleitern sowie der Stadtelternschaft bestückte Projektgruppe - unterstützt von der Projektgruppe Bildung und Region, die für den Schulentwicklungsplan verantwortlich ist - am 16. Februar erneut tagen. Dann sollen neben dem Raumbedarfsplan der Realschule auch die der beiden anderen Schulen besprochen werden.

Klarheit bis Ende März schaffen

Das Ergebnis soll dann im März vom Fachausschuss beraten werden. Das Ergebnis fließe in die Haushaltsberatungen ein und diene dem Stadtrat für die definitive Entscheidung über das weitere Verfahren. Bis dahin soll und muss auch geklärt sein, ob und in welchem Umfang die Stadt Jülich auf Mittel aus dem Konjunkturprogramm 2 der Bundesregierung setzen kann. Eigentlich war die Stadt bei ihren Überlegungen zum Umzug der Realschule mit Blick auf die schwindenden Schülerzahlen davon ausgegangen, dass ein Umzug noch vier bis fünf Jahre auf sich warten lassen könnte, zumal das Schulzentrum an der Linnicher Straße vorab saniert werden solle. Nun könnte alles mit Blick auf die Mittel aus dem Konjunkturprogramm deutlich schneller gehen.

Prömpers und Wolfgang Gunia (CDU) betonten gegenüber Krahe, der wiederholt für eine „Standortlösung” (Sanierung bzw. Modernisierung der bestehenden Einrichtung) und gegen einen Umzug argumentierte, dass der Aufwand für eine Sanierung der Schule bereits ermittelt sei. Dass sich jetzt die Verwaltung gemäß Prüfauftrag der Politik auf die Ermittlung der Grundlagen für einen Erweiterungsbau am Linnicher Schulzentrum befasse, sei nicht als Vorentscheidung zu verstehen. Wolfgang Anhalt (SPD) forderte Prömpers auf, die Verwaltung möge Dampf machen, die finanziellen Rahmenbedingungen und Förderanträge klar machen, um den unhaltbaren Zustand der Ungewissheit zu beenden: „Schicken Sie den Bürgermeister auf die Reise!”
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