Unfall beim Lazarus-Umzug 2015 nach einem Jahr geklärt

Von: jan
Letzte Aktualisierung:
11732403.jpg
Gleich neben dem Hexenturm wurde ein Streckenposten des Lazarus-Umzuges 2015 behandelt. Foto: Jansen

Jülich. Seit Aschermittwoch kann auch der Umzug der Historischen Gesellschaft Lazarus Strohmanus zu den Akten gelegt werden. Nicht der, der am Dienstag durch Jülichs Straßen gezogen ist, sondern der aus dem vergangenen Jahr. Der hatte nämlich ein Nachspiel, das am Aschermittwoch ein Jahr später am Jülicher Amtsgericht sein Ende gefunden hat.

Das Verfahren gegen einen 76 Jahre alten Aachener wegen fahrlässiger Körperverletzung wurde eingestellt, gegen Zahlung einer Geldbuße von 350 Euro. Das Geld kommt der Verkehrswacht Monschau zugute.

Am Veilchendienstag 2015 war es am Rande des Lazarus-Umzuges am frühen Nachmittag zu einem Unfall gekommen. Ein heute 58 Jahre alter Mann aus Jülich regelte den Verkehr während des Lazarus-Umzuges. So leitete er die Fahrzeuge an der Kreuzung Große Rur­straße/Marktstraße um, als der Umzug sich gerade in Höhe des Hexenturms befand.

Dort kam es zu dem Unfall, als der 76-Jährige die Kreuzung mit einem Auto passieren wollte. Laut Zeugenaussagen war es zuvor auf der Kreuzung zu einem Streit zwischen den beiden Männern gekommen, weil der Aachener seine Fahrt auf der Großen Rurstraße fortsetzen wollte, der als Streckenposten eingesetzte Jülicher ihm dies jedoch verweigerte und ihn anhielt, nach links abzubiegen.

Der Aachener fuhr anschließend weiter, dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Jülicher, der leicht verletzt wurde. Die Straße wurde anschließend gesperrt, weil der Jülicher auf der Kreuzung von einem Notarzt versorgt werden musste.

Das Verfahren hat sich lange hingezogen, weil der Vorgang „ausermittelt“ wurde, wie Richterin Anna Grahn am Mittwoch erklärte. Insgesamt zehn Zeugen sind gehört worden, die teilweise unterschiedliche Angaben darüber machten, ob der Aachener seine Fahrt geradeaus fortgesetzt hat oder, wie vom Streckenposten angewiesen, nach links abgebogen ist.

„Es hat von Anfang an keinen hinreichenden Tatverdacht für eine vorsätzliche Körperverletzung gegeben“, sagte Grahn. Zudem sei der 76-Jährige vorher nie straffällig geworden, auch die Verkehrssünderdatei weise für ihn keine Einträge vor. Deswegen entschied Grahn, das Verfahren gegen das Zahlen einer Geldbuße einzustellen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert