Jülich - Unbeschwerte Woche: Jülicher Verein lädt Asylbewerber-Kinder ein

Unbeschwerte Woche: Jülicher Verein lädt Asylbewerber-Kinder ein

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Nach anfänglicher Scheu trauten sich die Kinder an die Ponys heran und striegelten sie.

Jülich. Der Verein „Tiere als therapeutische Begleiter“ ermöglichte neun Kindern aus Asylbewerber-Familien eine glückliche Woche auf einem Reiterhof, wie er mitteilt. Die Kinder im Alter von 7 bis 13 Jahren sind aus Syrien geflüchtet und erst dieses Jahr in Jülich angekommen. Jedes der Kinder habe eine eigene erschreckende Geschichte.

Eines der Mädchen wurde in Gegenwart ihrer Geschwister von einer Splitterbombe getroffen. Die Kinder saßen mit ihrer Mutter zwei Jahre in Aleppo fest und mussten sich ruhig verhalten. Vier der teilnehmenden Kinder rannten an der Grenze zur Türkei mit ihrer Mutter um ihr Leben, während von beiden Seiten geschossen wurde.

Während der gemeinsamen Woche übernahm ein 13-jähriges Mädchen die Aufgabe der Dolmetscherin. Sie lebt mit ihrem Vater seit eineinhalb Jahren in Jülich. Sie vermisst ihre Mutter und Schwester, die sich noch in einem Lager in Griechenland befinden. Alle Kinder wurden mit einem Bus zum Reiterhof nach Herzogenrath gefahren und starteten die Begegnungen mit den Tieren.

Bei dem Projekt musste erst einmal Vertrauen aufgebaut werden. Die Helfer vom Verein „Tiere als therapeutische Begleiter“, die Reitpädagogin Ulrike Kloos, Andrea Klein vom Sozialamt Jülich und die teilnehmenden Tiere seien Profis darin. Zuerst trauten sich einige Kinder nur von hinten an die Pferde heran. Diese Scheu wechselte schnell in Vertrauen und Zuneigung. Die Pferde und Ponys wurden gestriegelt, liebkost, geritten und kutschiert.

Auch für diesen Einsatz ausgebildete Hunde waren im Einsatz. Nachdem die anfängliche Skepsis abgebaut wurde, übten sich die Kinder darin, die Hunde durch einen Parcours zu führen und Grundkommandos zu üben.

Zum Abschluss der Projektwoche erhielten alle Kinder eine Urkunde, Fotos von Ihren Aktionen und ein Hufeisen. Der Verein: „Wir wissen von vorherigen Projekten, dass die Nachhaltigkeit dieser Begegnungen sehr hoch ist und noch lange anhält.“

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