Unbekannte nutzen Hilfsbereitschaft einer Seniorin aus

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Während einer die Frau ablenkte, klaute ein anderer im Schlafzimmer Schmuck. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa Foto: Patrick Pleul/dpa

Jülich. Ein oder mehrere Trickbetrüger waren am Samstagvormittag nach Polizeiangaben mit dem altbekannten „Glas-Wasser-Trick“ im Stadtteil Güsten erfolgreich. Dabei setzten sie auf die Gutherzigkeit ihres Opfers, das sie anschließend schamlos bestohlen haben.

Tatort ist die Erdgeschosswohnung einer betagten Jülicherin in der Johannesstraße. Gegen 11.30 Uhr klingelte ein Täter an der Wohnung der Frau und gab vor, aufgrund einer körperlichen Beeinträchtigung Geld zu sammeln. Zur Unterstützung hielt der Unbekannte der Geschädigten ein Papier vor, auf dem unter anderem ein Rollstuhlsymbol die besondere Hilfebedürftigkeit des Mannes bekräftigen sollte.

Als die aufmerksame Seniorin den Mann abweisen wollte, legte der nach. Er bat um ein Glas Wasser. Die Geschädigte wollte dieser Bitte nachkommen, wies den Mann aber an, er solle vor der Tür warten.

Doch während die Frau dann in die Küche ging, folgte ihr der Mann dreist durch die offen gebliebene Haustür, trank drinnen sehr langsam das Wasser und verschwand nach einigen Minuten, nachdem er zuvor einen Anruf erhalten hatte.

Etwas später bemerkte die Jülicherin dann: Ihre Freundlichkeit war hemmungslos zum Diebstahl einer größeren Anzahl von Schmuckstücken aus dem Schlafzimmer ausgenutzt worden. Die Polizei geht davon aus, dass ein Mittäter die Zeitspanne der Ablenkung unbemerkt hat ausnutzen können.

Appell an ältere Semester

Die Ordnungshüter bitten eventuelle Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, um Hinweise an die Leitstelle unter Telefon02421/949-6425.

Generell appelliert die Polizei insbesondere an die Aufmerksamkeit älterer Bürgerinnen und Bürger im Kreis Düren: „Bleiben Sie misstrauisch; lassen Sie niemals fremde Personen in ihr Haus oder ihre Wohnung. Im Zweifel: Vertrauen Sie sich sofort Nachbarn, Verwandten oder auch der Polizei an. Wir möchten, dass Sie sicher leben.“

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